Wer durch Wien radelt, spürt ihn längst, den Wandel im städtischen Verkehr. Mittendrin mischt Vello Bike kräftig mit. Das Unternehmen rund um die Inhaber Valerie Wolff und Valentin Vodev denkt Mobilität kompakt, flexibel und vor allem klimafreundlich neu.

Am Entstehungsort eines Bikes in Meidling: von der Idee am Computer bis zur Fertigung eines Rads.© Vello Bike
In Wien wird das Rad neu erfunden
Produziert wird in Meidling an einem geschichtsträchtigen Ort: Wo einst die Taussig Seifenfabrik ihre Waren um 1900 in die Welt exportierte, entstehen heute faltbare Fahrräder und E-Lastenräder – „Made in Vienna“. „Wir wollen zeigen, dass hochwertige Produktion auch lokal funktioniert“, sagt Valentin Vodev und meint damit nicht nur hohe Qualität, sondern Nachhaltigkeit im Sinne von kurzen Wegen und Lieferketten.
Kaufen kann man die von Vello designten Bikes unter anderem im eigenen Flagship Store in der Neubaugasse, einen Service-Store gibt es in Margareten.

Kleine Falträder, starke Grätzl-Transporter
Die schicken Falträder passen ins Öffi-Netz wie ein Fahrschein in die Tasche: zusammenklappen auf Handgepäcksgröße, einsteigen, weiterfahren. Multimodale Mobilität wird hier Realität. Gleichzeitig setzt Vello Bike mit seinem Cargo-Bike neue Maßstäbe im urbanen Transport.
Bis zu 210 Kilogramm lassen sich emissionsfrei und erstaunlich wendig bewegen. Gerade im Grätzl zeigt sich das Potenzial für Unternehmen und Bewohner eines Bezirks: Lieferungen auf kurzen Strecken, weniger Verkehr, mehr Lebensqualität und gesund ist das Radeln noch dazu.

Auch zum nächsten Ausflug geht es mit einem der smarten Räder. © Vello Bike
Auch wirtschaftlich ein klares Argument
Auch wirtschaftlich rechnet sich ein Umstieg. Autos werden mit hohen Anschaffungs- und Betriebskosten zunehmend zum Luxus, während das Fahrrad als langlebige, ressourcenschonende Alternative überzeugt. Wer eines der Bikes von Vello kauft, kann schnell diese Ausgaben amotisieren.
Hohe Benzinpreise, reparierbare Materialien, die modulare Bauweise und 3D-Druck vermeiden Abfall und verlängern die Lebensdauer des Gefährts. Ausgaben für Leasingraten, Benzin oder Diesel, teurer Versicherung und Co. fallen weg.

Wie in China arbeitet Vello Bike mit lokalen Partnern zusammen; kurze Lieferketten zur Schonung von Ressourcen und Umwelt. © Vello Bike
Globale Expansion mit lokaler Vernetzung
Seit 2025 ist Vello Bike in China präsent, mit wachsender Nachfrage in Metropolen wie Shanghai oder Peking. Ein Wiener Unternehmen bringt Asien das zuück, was früher in den Straßen ein selbstverständlicher Teil des Verkehrsbildes war: das Radfahren. 85 -Prozent der Wertschöpfung bleiben dennoch in Europa.
Expansion bedeutet hier nicht Verlagerung, sondern kluge Partnerschaften vor Ort. Sie ermöglichen, dass vom jeweiligen Standort aus, der Bedarf nach dem Produkt gedeckt wird. Kurze Wege und keine Umweltvverschmutzung durch ständige Langstreckenflüge für den Export. „Wir verbinden europäisches Design mit lokalen Bedürfnissen“, bringt es Wolff auf den Punkt.
Die Produktpalette trifft den Nerv der Zeit: leicht, effizient, designstark. Dafür gibt es immer wieder internationale und nationale Design- und Klimaschutz-Auszeichnungen. Vello Bike macht so sichtbar, wie Mobilitätswende, Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg perfekt zusammenspielen können. In den Städten der Welt.