Wird Akademie-Trainer bei Austria 

Violets-Stürmer Philipp Hosiner beendet seine Karriere im Sommer

©Anne-Sophie Danner-Fellinger

Philipp Hosiner beendet seine Karriere. Der 36-jährige Angreifer der Reserve der Wiener Austria wird seine Schuhe nach Saisonende an den Nagel hängen. Der Burgenländer kam in der laufenden Spielzeit bislang zu 24 Zweitligaeinsätzen, in denen er neun Tore erzielte. Damit ist Hosiner mit großem Abstand der beste Torschütze der Young Violets in dieser Saison, mit 44 Treffern in 81 Pflichtspielen ist er zudem der zweitbeste Torjäger in der Mannschaftsgeschichte.

Ab der kommenden Saison wird Hosiner bei der Austria als Individualtrainer in der Akademie tätig sein. Der Stürmer ist bereits seit Dezember 2024 im Besitz einer UEFA-B-Lizenz.

Der gebürtige Eisenstädter hatte seine Profikarriere einst in Deutschland begonnen, über die Jugend von 1860 München landete er beim damaligen Drittligisten SV Sandhausen. 2010 kehrte er nach Österreich zurück, wo ihm über Zweitligist First Vienna 2011 der Sprung zu Admira Wacker in die Bundesliga gelang. Dort mauserte er sich innerhalb weniger Wochen zum Nationalspieler, im Oktober 2011 folgte sein Debüt im ÖFB-Team. Bis Oktober 2013 lief Hosiner fünfmal im Nationalteam auf und traf dabei zweimal.

Philipp Hosiner im Nationalteam (2013)

Nachdem er die Admira mit zehn Toren in den Europacup geführt hatte, schloss er sich 2012 erstmals der Austria an. Mit 32 Toren in 36 Saisoneinsätzen wurde Hosiner in der Saison 2012/13 Torschützenkönig und schoss zugleich die Austria zu ihrem bislang letzten Meistertitel. Nach einer weiteren Spielzeit bei der Austria, samt Champions-League-Teilnahme, wagte Hosiner 2014 den Sprung in die Ligue 1 zu Stade Rennes. In Frankreich konnte er sich aber nicht durchsetzen. Im Januar 2015 wurde beim Angreifer dann ein Nierentumor diagnostiziert, von dem er sich aber innerhalb Weniger Wochen wieder erholte.

Zur Saison 2015/16 wechselte Hosiner ein zweites Mal nach Deutschland, ein Engagement bei Bundesligist Köln verlief aber nicht nach Wunsch. Es folgten zwei Jahre bei Zweitligist Union Berlin (2016-2018), ehe der Angreifer noch einen Anlauf in seiner Heimat bei Sturm Graz wagte. Doch auch bei den Blackies konnte der Burgenländer nicht an die Leistungen vergangener Tage anknüpfen, sodass es ihn 2019 zum deutschen Drittligisten Chemnitz verschlug. Dort zeigte Hosiner mit 19 Treffern auf, den direkten Wiederabstieg des Drittliga-Aufsteigers konnte er aber nicht verhindern. Es folgten Stationen bei Drittligist Dynamo Dresden, wo er 2021 maßgeblich am Zweitliga-Aufstieg beteiligt war, und bei Regionalligist Kickers Offenbach, ehe Hosiner 2023 zu den damals drittklassigen Amateuren der Austria wechselte.