Der Kulm gilt als eine der traditionsreichsten Skisprung- bzw. Skiflugschanzen der Welt. 1950 sorgte Hubert Neuper senior, Vater des späteren Gesamtweltcupsiegers Hubert Neuper junior, mit einer Weite von 75 Metern für den Premierensprung.
1996 überflog Jens Weißflog als Erster am Kulm die magische 200-Meter-Marke. Knapp 20 Jahre später sprang der Slowene Peter Prevc auf den bis heute gültigen Schanzenrekord von 244 Meter.
Doch nicht nur bei den Männer gab es am Kulm Höchstweiten. Am 29. Jänner 2003 sprang Daniela Iraschko-Stolz in Bad Mitterndorf als erste Frau überhaupt auf eine Weite von 200 Metern.
Erstes Weltcup-Skifliegen der Kombinierer
Nun sorgt die Schanze in Bad Mitterndorf für den nächsten historischen Meilenstein im nordischen Sport. Am Freitag (10:00 Uhr) springen die Nordischen Kombinierer erstmals im Rahmen des Weltcups von einer Skiflugschanze.
Für den bisher inoffiziell weitesten Flug eines Kombinierers sorgte Rekordweltcupsieger Jarl Magnus Riiber. 2023 landete er als Vorspringer der Spezialspringer in Vikersund bei 240 Metern, allerdings griff er dabei bei seiner Landung in den Schnee.
Am Kulm haben die Kombinierer nun die Chance, eine neue offizielle Rekordweite aufzustellen. Das Skifliegen ist gleichzeitig der Abschluss eines ereignisreichen Februars.