TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Leipzig – Wie viel Schmerz kann man nur ertragen? Ullrich F. wurde bei der Amokfahrt von Leipzig am Montagnachmittag nicht nur selbst schwer verletzt, er verlor an diesem Tag auch gleich zwei geliebte Menschen.
Der Mann, der aus einem kleinen Ort in Oberfranken stammt, trauert um seine Frau und seine Mutter. Das bestätigten mehrere Nachbarn und auch der Bürgermeister des Ortes gegenüber BILD: „Ja, am Montag ist auch Ullrichs Mutter verstorben.“ Während die hochbetagte Frau am Vormittag in einem Altersheim verstarb, wurde die Ehefrau von dem Amokfahrer aus dem Leben gerissen.
Todesopfer war in Leipzig zu Klinikbesuch
Die Oktablocks werden im Abstand von 1,20 Meter aufgestellt
Foto: Silvio Buerger
Ein Retter zu BILD: „Sie wurde von dem VW des Täters erfasst. Sie hatte keine Chance und starb.“ Sonja F. wurde 63 Jahre alt, als der Amokfahrer sie beim Bummel mit dem Ehemann in der Innenstadt erfasste. Der Bürgermeister zu BILD: „Sonja war zu einem Klinikbesuch in Leipzig.“ Ehemann Ullrich F. wurde schwer verletzt, kam aber zumindest mit dem Leben davon. Bei dem zweiten Todesopfer handelt es sich nach BILD-Informationen um den Leipziger Rentner Roland K. (77). Auch er hinterlässt Ehefrau und Kinder.

Seit Mittwochnachmittag ist die Einfahrt zur Grimmaischen Straße komplett dicht
Foto: Silvio Buerger
Während die Angehörigen um die beiden Opfer trauern, stellte die Stadt Leipzig am Mittwoch mehrere Poller in der Fußgängerzone auf. Um 10.25 Uhr stoppte ein weißer Lkw an der Stelle, an der die Amokfahrt am Montagnachmittag ihren Anfang nahm. Er hatte ein Dutzend massive Mobilpoller geladen, die von drei Mitarbeitern installiert wurden. Für Sonja F. und Rentner Roland K. kommen die Poller zu spät. Sie mussten die Amokfahrt von Jeffrey K. (33) mit dem Leben bezahlen.
Mehr zum Thema120-Kilo-Sperren aus Gussmetall
Stadtsprecher Matthias Haßberg erklärt den BILD-Reportern vor Ort: „Es handelt sich um sogenannte OktaBlocks – jeder einzelne wiegt 120 Kilogramm.“ Haßberg weiter: „Wir hatten sie ursprünglich für unseren Weihnachtsmarkt angemietet.“ Jetzt schützen sie die Einfahrt zur Fußgängerzone.
Amokfahrt in Leipzig: Die Festnahme im Video
Quelle: X, NonstopNews05.05.2026
„Und zwar dauerhaft“, bestätigt der Stadtsprecher. „Die Poller bleiben stehen. Dafür musste auch ein neues Rettungswegekonzept erstellt werden, denn Feuerwehr und Polizei können jetzt nicht mehr einfahren.“ Die Einsatzkräfte haben zugestimmt und Alternativrouten festgelegt. Denn Stadtsprecher Haßberg verspricht: „Sollte ein Fahrzeug versuchen, die Hindernisse zu überwinden, verkeilen sich die Blöcke unter dem Auto – eine Weiterfahrt ist unmöglich.“