Der Rapper Haftbefehl, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, sorgte zuletzt mit seiner Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“ auf Netflix für Schlagzeilen. Darin spricht er unter anderem über seinen jahrelangen Kokainkonsum und die negativen Folgen für seine Gesundheit und Karriere. Im Podcast „Nina&Aykut“, den er gemeinsam mit seiner Frau Nina Anhan betreibt, spricht er ebenfalls über seine Sucht und die schweren Rückschläge.

Nach Klinikaufenthalten in München und Istanbul fühlte sich der Rapper zunächst besser, wie er in seinem Podcast erzählt. Jedoch habe er kurz danach wieder angefangen, Kokain zu konsumieren, was auch dazu führte, dass seine kurz zuvor operierte Nase direkt wieder „eingekracht“ sei.

Aufenthalt in der Doppelstadt

Seine nächste Therapie brachte ihn dann in eine Klinik nach Villingen-Schwenningen. Diese brach er jedoch nach zwei Tagen wieder ab.

Ein nächster Rückschlag für Haftbefehl war der Tod seines Rapperkollegen Xatar, mit dem er sehr eng verbunden war. „Im Musikgeschäft eigentlich mein bester Freund“, sagt Haftbefehl.

Vom Kokain weggekommen

Erst die letzte Therapie brachte den Erfolg. Nach acht Wochen im Koma folgten sechs Wochen im Krankenhaus sowie sechs weitere Wochen in Therapie. „Da hat es bei mir Klick gemacht“. Vollständig drogenfrei sei er zwar noch nicht, eine „Suchtverlagerung“ habe ihm persönlich jedoch geholfen, seinen Kokainkonsum zu stoppen.

Das Kokain habe unter anderem seine Stimmbänder zerstört. In seinem Podcast erzählt der Rapper, dass er sich währenddessen sogar neben einer Person sitzend über Whatsapp austauschen musste. Rückblickend ist er froh, dass nichts Schlimmeres passiert sei, und gibt einen Rat an die Jugend: „Lasst die Finger davon“.