07.05.2026,
5586 Zeichen
Der Kontron-Aktionär Ennoconn hat angekündigt, möglicherweise ein Übernahmeangebot zu 23,5 Euro je Aktie zu legen. Das Unternehmen hat immer wieder Kontron-Aktien erworben, die 30 Prozent-Beteiligungsschwelle an Kontron (ohne eigene Aktien) könnte überschritten werden und damit eine Übernahmeangebotspflicht ausgelöst werden. Im Call zum 1. Quartal äußerte sich ein Ennoconn-Vertreter dazu und meinte, dass die beiden Unternehmen bereits seit 2016 gut zusammenarbeiten und voneinander in einzelnen Regionen profitieren können. Er bezeichnet die beiden Unternehmen als Brüder und sehe eine „glänzende Zukunft“ für Kontron, wie er meinte. Auch Kontron-CEO Hannes Niederhauser ist „happy“ über die Angebots-Ankündigung, wenngleich er seine privaten Aktien zum Preis von 23,5 Euro nicht verkaufen werde, wie er betont. Er meinte, dass man in Verbindung mit Ennoconn größere Aufträge (bis zu 1 Mrd. Euro) gewinnen könnte. Auch gebe es viele Synergie und Kooperationen, was das Geschäft unterstützen könnte. Kontron legte heute auch Zahlen zum 1. Quartal vor. Diese sind laut Niederhauser von Anpassungen geprägt. So werde das Greentec-Segment derzeit redimensioniert, was im 1. und im 2. Quartal Restrukturierungskosten verursacht. Auch würden die Arbeitsmethoden vor allem in den USA auf eine local to local-Produktion umgestellt. In Asien wolle man noch stärker mit Ennoconn und Foxconn zusammenarbeiten. Die Umsätze aus diesen Regionen sollen sich bis 2028 von aktuell 15 Prozent auf 30 Prozent erhöhen. Speziell der Markt für KI, Avionics, Züge und Cybersecurity wachse in China schneller als in Europa. Generell seien die Segmente Transportation, Cybersolutions und Defense derzeit stark wachsende Bereiche, wie Niederhauser erklärt. Von Akquisitionen sieht man aufgrund der unklaren wirtschaftlichen Lage im Jahr 2026 ab. Bei sehr günstigen Gelegenheiten würde man aber zuschlagen, sagt Niederhauser. Im 1. Quartal steigerte Kontron den Umsatz um 1,7 Prozent auf 363,7 Mio. Euro, wenn man die verkauften Geschäftsteile beim Vorjahreswert herausrechnet. Das bereinigte EBITDA stieg ohne Sonderbelastungen für den Abbau von 339 Mitarbeitern von 45,3 Mio. auf 46,1 Mio. Euro. Das angepasste Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen belief sich auf 20,0 Mio. Euro (berichtet 14,0 Mio. Euro, Vorjahr berichtet 20,1 Mio.). Der Auftragsbestand der Kontron AG erreichte ein Rekordniveau von rund 2.544 Mio. Euro (31. Dezember 2025: 2.495 Mio. Euro) bei einer Book-to-Bill-Ratio von 1,13.
CEO Niederhauser hat zudem heute den Kauf von 3000 Aktien zu je 22,93 Euro gemeldet.
Kontron (
Akt. Indikation: 22,96 /23,02, -1,16%)
Reploid hat mit der RBI eine Kreditfinanzierung in Höhe eines zweistelligen Millionen-Euro-Betrags abgeschlossen, um das rasche Wachstum zu finanzieren. Laut Reploid hat sich die Zahl der Mitarbeitenden schon im Jahr 2025 mehr als verdoppelt und wird sich auch heuer voraussichtlich verdoppeln. Zudem plant das Unternehmen in den kommenden Jahren die Anzahl verkaufter ReFarmUnits deutlich zu steigern und gleichzeitig das Düngemittel- und Tierfuttergeschäft weiter zu stärken. Darüber hinaus wird die internationale Expansion in Europa und ausgewählten weiteren Märkten vorangetrieben. Die nun abgeschlossene Finanzierung besteht sowohl aus einem Darlehen mit einer Laufzeit von vier Jahren als auch einer revolvierenden Kreditlinie mit einer Laufzeit von rund drei Jahren. Darüber hinaus wird bereits über weitere Finanzierungen gesprochen.
Uniqa startete am 5. Mai 2026 ein Rückkaufangebot für eine 2015 begebene nachrangige Tier‑2‑Anleihe und hat gleichzeitig eine neue Tier‑2‑Benchmarkanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro am Kapitalmarkt platziert. Die Anleihe wurde bei institutionellen Investoren in Österreich und international platziert. Der Ausgabepreis beträgt 99,369 Prozent des Nennbetrags. Die Neue Anleihe wird in den ersten zehn Jahren mit einem festen Zinssatz von 4,5 Prozent per annum und danach mit einem variablen Zinssatz auf Basis des 3-Monats-Euribor zuzüglich einer Marge verzinst, wie Uniqa mitteilt.
Zudem erhielt die Uniqa im Rahmen der Verleihung der FMVÖ-Recommender-Awards 2026 am 6. Mai für ihre Marke Raiffeisen Versicherung das Gütesiegel für sehr gute Kundenorientierung in der Kategorie „Direkt- und Spezialversicherungen“.
Uniqa (
Akt. Indikation: 16,82 /16,86, -0,59%)
Die Analysten von Raiffeisen Research haben in ihrer Mai-Überprüfung einige Änderungen an ihrer Top Picks-Liste vorgenommen. Entfernt wurden OMV, Rosenbauer und AMD, neu aufgenommen wurde Danone. Sowohl bei AMD, als auch bei OMV und Rosenbauer seien die Kursziele erreicht worden, begründen die Analysten. Bei Danone könnte die überdurchschnittliche Divergenz zu den Kurszielen des Analystenkonsenses kurzfristig für Nachholpotenzial sorgen, so die Experten. Generell meinen sie: „Da sich das Marktgeschehen wieder mehr auf die Ergebnisqualität und weniger auf kurzfristige Reaktionen auf den Irankrieg konzentriert, belassen wir die restliche Allokation unverändert. Aufgrund der Marktstellung und der geografischen Diversifizierung betrachten wir diese weiterhin als ausreichend gut positioniert und attraktiv bewertet.“
Die Liste besteht nun aus: Amazon, Banco Santander, Danone, EON, Enel, Equinor, EVN, Fresenius, Kapsch TrafficCom, Merck, Microsoft, Mondelez, Novo Nordisk, Palfinger, SAP, Sanofi, SBO, Shell.
Die Analysten von Barclays haben ihr Kursziel für die RBI-Aktien von 40,0 auf 42,0 Euro erhöht und die Einstufung auf „equal weight“ belassen.
(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 07.05.)
(07.05.2026)
BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Felix Lamezan-Salins anlässlich ATX 6000 zu Spekulation vs. Vorsorge, Mindset und Best Practise