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Riga – Hat Russland das EU- und Nato-Land Lettland angegriffen? In der Nacht zum Donnerstag sind mehrere Drohnen in den lettischen Luftraum eingedrungen. Unklar ist noch, ob es sich um russische oder um ukrainische Drohnen handelte. Die lettische Armee identifizierte laut eigenen Angaben mindestens zwei Drohnen, die auf lettischem Staatsgebiet abstürzten.

Eine der beiden soll in die Ölanlage in der ostlettischen Stadt Rēzekne gestürzt sein. Laut den Streitkräften kam mindestens eine der Drohnen aus Richtung Russland. Die lettische Ministerpräsidentin Evika Siliņa (50) hat für den Morgen eine Krisensitzung einberufen.

Gegen drei Uhr sollen die Drohnen in den lettischen Luftraum eingedrungen sein. Die lettische Armee aktivierte daraufhin ihre mobile Luftabwehr. Die Behörden warnten die Bevölkerung in mehreren Gemeinden per SMS und forderten dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch der Schulunterricht fällt heute im Osten von Lettland aus.

Tiefes Brummen in der Luft

Laut lettischem Rundfunk LTV rückte die Polizei gegen 3.30 Uhr zu einer Ölanlage in Rēzekne aus. Dort wurde Rauch gemeldet. Die Feuerwehr bestätigte mehrere Notrufe wegen eines möglichen Brandes. Vor Ort konnten jedoch keine Flammen festgestellt werden. Einsatzkräfte kühlten vorsorglich einen Tank und überprüften die Anlage mit Wärmebildkameras. Augenzeugen berichteten über Nacht von ungewöhnlichen Geräuschen, darunter ein tiefes Brummen aus der Luft sowie explosionsartige Geräusche und Lichtblitze. In sozialen Medien verbreitete Videos zeigen einen hellen Lichtblitz sowie ein Geräusch, das einer Explosion ähnelt.

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Der stellvertretende Polizeichef Andris Zellis erklärte im lettischen Fernsehen, es gebe Hinweise auf zwei abgestürzte Drohnen. Trümmer wurden auf dem Gelände einer Ölanlage in Rēzekne gefunden. Der zweite Absturzort wird weiterhin gesucht. Die lettische Armee gab später Entwarnung: Die akute Bedrohungslage im Luftraum ist beendet. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Die lettische Polizei ist bereits am mutmaßlichen Einschlagsort eingetroffen

Die lettische Polizei ist bereits am mutmaßlichen Einschlagsort eingetroffen

Foto: REUTERS