Egal ob Jazz, Fusion, Rock oder Heavy Metal – Simon Phillips spielt all diese Stile im Schlaf herunter. Der 69-Jährige ist einer der profiliertesten und beliebtesten Schlagzeuger der internationalen Musikbranche und die Acts, mit denen und für die er sich auf seinen Schemmel setzte, lesen sich wie das „Who Is Who“ der Musikhistorie. Mick Jagger, Toto, Judas Priest, The Who, Gary Moore, Michael Schenker, Jon Lord, Mike Oldfield, Tears For Fears, 10cc, Mike Rutherford und die Chemical Brothers sind nur ein besserer Auszug aus der Vita des gebürtigen Londoners, der als Zwölfjähriger in der Dixieland-Band seines Vaters in seinen Beruf rutschte. Wiewohl sein Engagement bei den britischen Heavy-Metal-Legenden Judas Priest sich auf das Album „Sin After Sin“ (1977) beschränkt, leistete er dort Herausragendes. Mit seinem Doublebass-Drumming, etwa auf dem Song „Dissident Aggressor“, revolutionierte er das Schlagzeugspiel in einem ganzen Genre und bereitete den Boden für harsche, an den späteren Thrash Metal angelehnte, Attacken.