Mit der Ausstellung „Fragmented Realities“ präsentiert die „Von Fraunberg Art Gallery“ an der Luisenstraße 53 ab Samstag, 9. Mai, 15 bis 18 Uhr, fünf neue künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Wahrnehmung, Bildräumen und der Fragmentierung der visuellen Gegenwart auseinandersetzen. Auf rund 350 Quadratmeter Ausstellungsfläche entfaltet sich die Präsentation in zwei räumlich differenzierten Bereichen, die den Dialog zwischen den einzelnen Positionen ebenso wie die individuelle Wirkung der Werke erfahrbar machen.
Die großformatigen Arbeiten von Christopher Corso entwickeln komplexe Bildräume, in denen urbane Eindrücke, fotografische Fragmente und malerische Überlagerungen miteinander verschmelzen. Corsos Malerei reflektiert die visuelle Überreizung der Gegenwart und stellt zugleich die Isolation des Individuums im urbanen Kontext in den Mittelpunkt. Die Position von Gaby Terhuven knüpft an die Tradition der Hinterglasmalerei an und erweitert diese um eine zeitgenössische, konzeptuelle Dimension. In ihren mehrschichtigen Bildobjekten entstehen durch Lichtbrechung, Reflexion und Überlagerung visuelle Irritationen, die die Wahrnehmung des Betrachters bewusst herausfordern.
Peter Vahlefeld arbeitet an der Schnittstelle von Malerei und Fotografie. In seinen Übermalungen transformiert er fotografisches Ausgangsmaterial in vielschichtige Bildräume, in denen sich Figuration und Abstraktion überlagern. Die Arbeiten von Detlef Waschkau bewegen sich zwischen Malerei und Skulptur. In seinen Holzreliefs verdichtet er urbane Szenen zu fragmentierten Bildkompositionen, die durch gezielte Eingriffe in Material und Oberfläche eine besondere räumliche Präsenz entwickeln.
Mit dem Zyklus „Tuning“ verfolgt Daniel Wöllenstein eine konsequente Reduktion des Bildinhalts. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und Referenz, wobei Farb- und Formsegmente in ein offenes Spannungsverhältnis treten, das sich im Blick des Betrachters ständig neu organisiert.