Zum 350. Mal duellieren sich an diesem Wochenende die beiden Wiener Rivalen SK Rapid und FK Austria Wien (Sonntag, 17 Uhr im Ligaportal-Liveticker). Neben der fußballerischen Vorherrschaft in der Bundeshauptstadt geht es in der vorletzten Runde der Bundesliga um viel mehr – nämlich um einen direkten Europacup-Startplatz. Die Hütteldorfer können als aktueller Tabellenvierter mit einem Sieg das ligainterne Europacup-Playoff vermeiden.

Rapid strebt ersten Derbysieg in dieser Saison an
Für die Hütteldorfer geht es auch darum, eine Saison zu vermeiden, in dem kein Derbysieg eingefahren werden konnte: Die letzten Saisonen ohne grün-weißen Derbysieg gab es 2021/22 und 2020/21 – allerdings gab es da auch keine Niederlagen, da alle sechs Derbys in diesem Zeitraum mit einer Punkteteilung endeten. Fünf davon mit 1:1.
Im Allianz Stadion konnte Rapid drei der letzten vier Derbys gewinnen – alle übrigens unter dem damaligen Coach Robert Klauß. Zuletzt setzte es für die Grün-Weißen aber im September eine 1:3-Heimniederlage gegen den Erzrivalen aus Favoriten.
Niederlage gegen LASK abgehakt
„Man kann die Stimmung sehr in eine Richtung beeinflussen, was uns auch für das letzte Spiel helfen wird. Die Mannschaft ist heiß, man braucht niemandem erklären, worum es am Sonntag geht“, betonte Geschäftsführer Sport Markus Katzer am Freitag. Die Niederlage gegen den LASK am Montag sei „bitter“ gewesen, die Titelchance habe man aber bereits davor verspielt, so Katzer.
Cheftrainer Johannes Hoff Thorup hat die Pleite in Linz mit seiner Mannschaft aufgearbeitet: „Wir haben uns Zeit genommen, um das Spiel gegen den LASK zu analysieren und die Dinge herauszustreichen, die wir besser machen müssen“, verrät der Däne.
Wer ersetzt Matthias Seidl?
Schmerzhaft vermissen werden die Hütteldorfer ihren Kapitän Matthias Seidl, der in Linz wegen eines harten Fouls ausgeschlossen wurde: „Wir vermissen seine stille Führungsrolle, über die oft nicht viel gesprochen wird, aber er gibt Führungsqualitäten in seiner Professionalität und in seinem Verhalten. Das Team kommt für ihn immer an erster Stelle“, lobt Thorup seinen Kapitän. Der SK Rapid hat gegen die Entscheidung des Senats aber Berufung eingelegt (Ligaportal berichtete), um Matthias Seidl zumindest für das Auswärtsspiel gegen Sturm Graz in einer Woche verfügbar zu haben.
Wer die Rolle des gesperrten Seidls einnehmen wird, wollte Hoff Thorup nicht verraten. Lukas Grgic wäre eine Option oder auch Tobias Borkeeiet, dessen Vertrag aber nicht verlängert wird. Mit Louis Schaub könnte ein Langzeitverletzter am Sonntag in den Kader zurückkehren.
Siehe auch:
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Foto: Josef Parak