Der SC Austria Lustenau hat den ersten „Aufstiegsmatchball“ nicht verwertet und den Aufstiegskampf äußerst spannend gemacht. Die Vorarlberger kamen auswärts gegen den SV Austria Salzburg nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Zur Halbzeit waren die Vorarlberger mit 0:2 zurückgelegen, ehe die Schützlinge von Markus Mader zumindest einen Punkt erobern konnten. Damit liegen die Lustenauer eine Runde vor Schluss nur einen Punkt vor dem Tabellenzweiten SKN St. Pölten. Zwischen diesen beiden Mannschaften wird sich die Aufstiegsfrage entscheiden.

Salzburger geigen in der ersten Hälfte gegen harmlose Lustenauer auf
Die Salzburger Austria erwischte vor heimischem Publikum den besseren Start und übernahm früh die Kontrolle über die Partie. Vor allem Denizcan Cosgun sorgte über die linke Seite immer wieder für Gefahr, während Lustenau zunächst vor allem über schnelle Umschaltmomente gefährlich werden wollte.
Die erste große Möglichkeit gehörte allerdings den Gästen, als Lahne nach einer schnellen Kombination knapp am langen Eck vorbeischoss (5.). Kurz darauf vergab Ismailcebioglu die bis dahin größte Chance der Vorarlberger, als er aus aussichtsreicher Position nicht zum Abschluss kam (11.).
Praktisch im Gegenzug schlugen die Salzburger zu: Nach einer zunächst geklärten Ecke brachte Cosgun den Ball erneut zur Mitte, wo Marinko Sorda in seinem Abschiedsspiel zur Führung einschob (13.). Der Treffer gab den Hausherren zusätzlich Sicherheit. Austria Salzburg kombinierte sich immer wieder gefällig nach vorne und kam durch Cosgun, Rohrmoser und Bares zu weiteren Abschlüssen.
Lustenau fand offensiv hingegen kaum Lösungen gegen die kompakte Salzburger Defensive. Zwar sorgte Wade mit einem Kopfball an die Latte noch einmal für Gefahr (29.), insgesamt blieb der Tabellenführer aber zu harmlos. Die Gastgeber wirkten deutlich zielstrebiger und belohnten sich kurz vor der Pause mit dem zweiten Treffer: Nach einem perfekt ausgespielten Angriff ließ Daniel Bares seinen Gegenspieler stehen und traf sehenswert zum verdienten 2:0 (38.).
Lustenau dreht in der zweiten Halbzeit auf und holt einen Punkt
Austria Lustenau kam deutlich aktiver aus der Kabine und hatte unmittelbar nach Wiederbeginn die große Chance auf den schnellen Anschlusstreffer. Jack Lahne wurde ideal freigespielt, setzte seinen Abschluss aber knapp neben das Tor (46.).
Nur wenig später musste Salzburg-Keeper Manuel Kalman erneut eingreifen und parierte stark gegen denselben Spieler. Auf der Gegenseite vergab Daniel Bares als er nach einem Fehler in der Gästeabwehr am Tor vorbeischoss.
Die Partie wurde in dieser Phase deutlich offener. Lustenau investierte mehr in die Offensive, Salzburg blieb mit schnellen Gegenstößen gefährlich. Nach einem Freistoß der Gäste rettete Kalman stark zur Ecke (57.), ehe Austria Lustenau kurz darauf tatsächlich zum Anschlusstreffer kam: Nach einem weiten Einwurf verlängerte Jastremski per Kopf auf den eingewechselten Mohamed-Amine Bouchenna, der wuchtig zum 2:1 einschoss (63.).
Der Treffer brachte nochmals Spannung in die Partie. Die Vorarlberger suchten nun konsequenter den Weg nach vorne, fanden gegen die kompakte Salzburger Defensive aber nur selten klare Räume. Salzburg blieb bei Umschaltsituationen gefährlich und kam durch Bares noch zu einer großen Möglichkeit auf das 3:1, doch Schierl verhinderte mit einer starken Parade die Entscheidung (69.).
In der Schlussphase verwalteten die Gastgeber den knappen Vorsprung zunehmend clever. Lustenau brachte zwar mit frischen Kräften noch einmal neuen Schwung ins Offensivspiel, doch die beste Möglichkeit vergab Bouchenna per Kopf, als Kalman sicher zupackte (85.).
Auf der anderen Seite verabschiedeten die Salzburger Fans Marinko Sorda bei seiner Auswechslung mit großem Applaus, nachdem der Kapitän in seinem letzten Heimspiel erneut eine starke Leistung gezeigt hatte.
Ganz über die Zeit brachten die Mozartstädter den Vorsprung aber nicht, da Robin Voisine per Kopf den 2:2-Ausgleich besorgte (90.+2).
SV Austria Salzburg – SC Austria Lustenau 2:2 (2:0)
Freitag, 08.05.2026 (18:00 Uhr);Max Aicher Stadion, Salzburg (Maxglan); SR Markus Greinecker.
SV Austria Salzburg: Kalman; Eder, Aigner, Meisl; Gruber, Sorda (82./Theiner), Kahrimanovic, Rohrmoser (71./Sandmayr), Cosgun (66./Lukasser Weitlaner); Bares (82./Parkadze), Rieder; Trainer: Christian Schaider.
SC Austria Lustenau: Schierl; Gmeiner, Maak, Voisine, Ibertsberger (46./Bouchenna); Wade (82./Vucenovic), Delaye (89./Gorzel), Grabher; Lahne (64./Diarra), Jastremski, Ismailcebioglu (46./Rouquette); Trainer: Markus Mader.
Tore: Sorda (13.), Bares (38.) bzw. Bouchenna (63.), Voisine (90.+2)
Gelbe Karten: Rieder, Kalman, Bares, Lukasser Weitlaner, Meisl bzw. Voisine, Bouchenna
Fotocredit: Josef Parak