Selenskyjs Büro bestätigte das Gespräch mit Costa. „Wir brauchen mehr Koordinierung auf europäischer Ebene“, sagte ein hochrangiger ukrainischer Beamter und fügte hinzu, dies könne in Form eines „Führers, der im Namen aller Europäer mit Russland sprechen könnte“, geschehen, um „mehr Druck“ auf Russland auszuüben.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj „erlaubt“ per Dekret die russische Militärparade zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland in Moskau. Zudem sichert er zu, dass keine Waffen auf den Roten Platz gerichtet werden. „Ich ordne hiermit an: die Abhaltung einer Parade in der Stadt Moskau am 9. Mai 2026 zu gestatten“, heißt es in dem Erlass. Der Rote Platz werde vom geplanten Einsatz ukrainischer Waffen ausgenommen.
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer ab morgen geltenden dreitägigen Waffenruhe überzeugt. Diese werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von 1.000 Gefangenen jeder Seite umfassen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Bitte sei direkt von ihm vorgebracht worden. Er sei Kremlchef Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sehr dankbar, dass sie zugestimmt hätten, schrieb Trump.
Selenskyj bestätigte die Vereinbarung und dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Russland habe dem Gefangenenaustausch zugestimmt, schrieb er auf dem Portal X. „Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden“, sagte er. Er habe sein Team angewiesen, alles dafür vorzubereiten. Es sei wichtiger, ukrainische Gefangene heimzuholen, als Russland anzugreifen, so Selenskyj.
Auch der Kreml stimmte dem Vorschlag des US-Präsidenten zu. Das sagte Putins außenpolitische Berater Juri Uschakow, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. „Als wichtigstes wurde festgelegt, eine Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai einzuhalten, einschließlich des Austausches von 1.000 Personen von jeder Seite“, sagte Uschakow. Die Vereinbarung sei in den jüngsten Telefonkontakten mit der US-Führung zustande gekommen. „Die US-Vertreter hatten ihrerseits Kontakt nach Kiew.“
In der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer sei am Vortag durch zwei russische Drohnen ausgelöst worden, teilte die Zonenverwaltung mit. Die Brandfläche werde auf mehr als 1.100 Hektar geschätzt.
Trockenes Wetter, starker Wind und Minengefahr erschweren demnach die Löscharbeiten. Das ukrainische Innenministerium teilte mit, dass die Strahlenbelastung am Vormittag im Normbereich gelegen habe.
Am 26. April 1986 war in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im AKW Tschernobyl außer Kontrolle geraten. In der Folge trat der größte anzunehmende Unfall (GAU) ein. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschwächt bis nach Nord- und Westeuropa aus.