Hersteller wie BenQ, ASUS und LG bringen Geräte mit rekordverdächtigen Bildwiederholraten und flexiblen Dual-Mode-Funktionen auf den Markt. Die neuen Modelle setzen auf extreme Bewegungsunschärfe und vielseitige Auflösungsoptionen – ein Trend, der auch für deutsche Gamer und Kreative immer relevanter wird.

500 Hertz und OLED der dritten Generation

BenQ hat sein Gaming-Portfolio mit dem MOBIUZ EX271QZ erweitert. Der 27-Zoll-Monitor nutzt ein QD-OLED-Panel der dritten Generation und erreicht eine Bildwiederholrate von 500 Hertz bei QHD-Auflösung. Die Reaktionszeit liegt bei sensationellen 0,03 Millisekunden. Das Display deckt 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab und bietet eine Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits – zertifiziert nach VESA DisplayHDR True Black 500. Der Preis in Indien liegt umgerechnet bei rund 950 Euro.

ASUS kontert mit seinem ROG Strix OLED XG34WCDMS. Der 34-Zoll-Curved-Monitor (WQHD) erreicht 280 Hertz und setzt auf RGB-Tandem-QD-OLED-Technologie für eine Spitzenhelligkeit von 1.300 Nits. Die integrierte OLED Care Pro Software soll die Lebensdauer des Panels verlängern. Ergänzend präsentierte ASUS das Strix XG129C – ein 12,3-Zoll-IPS-Touchscreen als Zweitdisplay, gebündelt mit AIDA64 Extreme für Systemüberwachung.

Dual-Mode: Flexibilität zwischen Auflösung und Tempo

Der große Trend des Frühjahrs 2026: Monitore, die zwischen Auflösung und Bildrate umschalten können. LG startete im April die globale Auslieferung seines UltraGear evo GM9. Der 27-Zöller liefert wahlweise 5K bei 165 Hertz oder 2,5K (QHD) bei 330 Hertz. Die Hyper-Mini-LED-Technologie mit 2.304 Dimming-Zonen und DisplayPort 2.1 sorgen für hohe Bildqualität. Preis: rund 1.100 Euro.

Hisense zieht mit dem GX Ultra nach: ebenfalls 5K bei 180 Hertz oder 2,5K bei 330 Hertz, aber mit einer Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits bei gleicher Mini-LED-Architektur.

ASUS erweiterte am 7. Mai seine ROG-Strix- und TUF-Gaming-Linien um Dual-Mode-4K-Modelle. Der ROG Strix XG27UCG Gen2 schaltet zwischen 4K bei 162 Hertz und Full HD bei 485 Hertz um. Die günstigere Variante XG27UCS Gen2 bietet 4K bei 160 Hertz oder Full HD bei 324 Hertz. Für Einsteiger gibt es den TUF Gaming VG27UQEL5A mit 4K bei 80 Hertz oder Full HD bei 310 Hertz. Alle Modelle nutzen Fast-IPS-Panels mit 0,3 ms Reaktionszeit.

Globalisierung: Xiaomi und Lenovo im Mittelklasse-Segment

Während die Spitzenmodelle neue Maßstäbe setzen, drängen Hersteller auch in die globale Mittelklasse. Xiaomi weitet die Verfügbarkeit seines Curved Gaming Monitor G34WQi 2026 aus. Der 34-Zoll-WQHD-Monitor mit 1500R-Krümmung, 180 Hertz und 1 ms Reaktionszeit ist nun in Großbritannien für umgerechnet rund 300 Euro erhältlich – sowie in Malaysia und Singapur.

Lenovo bringt mit dem Xiaoxin Pro 27 2026 Core Edition einen All-in-One-Arbeitsplatzrechner. Das 27-Zoll-QHD-Display mit 120 Hertz wird von einem Intel Core Ultra 5 325 angetrieben. Preis in China: umgerechnet rund 1.150 Euro.

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Samsung setzt derweil auf Rabattaktionen. Auf ausgewählte Monitore und Fernseher aus den Jahren 2025 und 2026 gibt es Nachlässe von bis zu 1.000 Euro – darunter auch der 32-Zoll-Smart-Monitor M9.

Technischer Hintergrund: Warum 500 Hertz und 5K?

Der Trend zu 500 Hertz und Dual-Mode-Displays ist kein Zufall. Die Lieferketten für QD-OLED- und Mini-LED-Panels sind ausgereift. Hersteller nutzen VESA-DisplayHDR-Zertifizierungen, um sich im überfüllten Markt abzuheben. Die Integration von DisplayPort 2.1 und USB-C mit 90 Watt Power Delivery – wie beim LG UltraGear – zeigt: Die Industrie bereitet sich auf die nächste Grafikkartengeneration vor, die diese Bandbreiten voll ausreizen kann.

Ein weiterer Fokus: die Langlebigkeit der OLED-Panels. Softwarelösungen wie ASUS OLED Care Pro oder BenQ OLED Care Suite sollen Bedenken der Nutzer zerstreuen. Kombiniert mit Reaktionszeiten von 0,03 Millisekunden positioniert sich OLED als ernsthafte Konkurrenz zu klassischen TN- und IPS-Panels im professionellen E-Sport.

Ausblick: Samsung-Event und neue Business-Monitore

Die Dynamik hält an. Samsung hat für den 19. Mai 2026 die offizielle Vorstellung seiner neuen Monitor-Linie angekündigt. Wer sich vorab registriert, erhält Gutschriften für spätere Vorbestellungen.

Im Business-Segment bringt MSI Japan Mitte Mai den PRO MP273 E14A auf den Markt. Der 144-Hertz-Monitor soll die Lücke zwischen Büroarbeit und flüssiger Darstellung schließen – mit ergonomischen Extras wie einem Smartphone-Fach im Standfuß.

Die durchschnittliche Bildwiederholrate steigt sowohl bei Consumer- als auch bei professionellen Displays stetig. Die zweite Jahreshälfte 2026 verspricht einen neuen Standard – für Gamer, Kreative und alle, die Wert auf flüssige Darstellung legen.