Am Muttertag, Sonntag, den 10. Mai 2026 (17 Uhr im Ligaportal-Liveticker), gastiert der Tabellenfünfte FK Austria Wien im 350. Wiener Derby beim nur einen Punkt besser postierten Vierten SK Rapid. Der Gästesektor ist seit einigen Tagen restlos ausverkauft, 2300 Violette werden in Hütteldorf sein. FAK-Cheftrainer Stephan Helm und der deutsche Toptorjäger Johannes Eggestein, der gestern sein 28. Wiegenfest feierte, äußerten sich vor der prestigeträchtigen Partie.

Der Sommer-Transfer von Johannes Eggestein zur Wiener Austria entwickelte sich zur „Win-Win-Situation“ für beide Seiten. Mit neun Bundesliga-Treffern und sieben Torvorlagen weist der seit gestern 27-jährige Deutsche, geboren im niedersächsischen Hannover, wo sie reinstes hochdeutsch sprechen, eine Top-Quote auf. Zuletzt feierte der Angreifer nach Muskelfaserriss ein gelungenes Startelf-Comeback beim 1:0-Heimsieg über den TSV Hartberg. Sein letzter Torerfolg ist allerdings schon über zwei Monate her, am 1. März daheim gegen seinen Ex-Klub LASK zum vielumjubelten 2:2-Endstand per Elfmeter (88.). In seinen beiden Saison-Einsätzen gegen den SK Rapid gelangen ihm im Herbst beim 3:1-Sieg in Hütteldorf zwei Assists und beim 2:0-Heimerfolg im Februar ein Tor + Assist
„Alle Spieler sind fit, alle brennen auf das Spiel“
Stephan Helm (Cheftrainer FK Austria Wien) über …
… den allgemeinen Zustand seiner Elf:
„Die Woche war sehr positiv. Mit dem Sieg gegen Hartberg konnten wir uns eine spannende Ausgangsposition erarbeiten. Diese Energie konnten wir gut in die Woche mitnehmen. Alle Spieler sind fit, alle brennen auf das Spiel. Derbies sind immer etwas Besonderes und nicht nur für österreichische Verhältnisse außergewöhnliche Spiele. Wir werden uns auf den Support unserer Fans verlassen können und wollen das Beste rausholen.“
… wie es sich anfühlt, von SKY mit einem Mikro ausgestattet zu werden:
„Unser Sport wird sich immer mehr in diese Bereiche vorwagen. Die Kabine ist heilig, da bin ich konservativ. Die gehört den Spielern und Trainern. Was das Sportliche draußen betrifft, ist es sicher eine spannende Sache. Es geht darum, wie ein Spiel abläuft, welchen Input man gibt. Da geschieht nichts Geheimes.
Wir wollen die Zuschauer auf ein Erlebnis mitnehmen. Meine Ausdrucksweise bewegt sich meistens in einem gewissen Rahmen. Im äußersten Notfall muss der Regie-Verantwortliche aufs Knopferl drücken.“
„Natürlich bin ich haaß, weil…“
…die Lehren aus der Meistergruppe:
„Natürlich bin ich haaß, weil wir da und dort zu einfach Punkte liegen lassen haben. Von der Entwicklung her sind wir aber einen Schritt weiter als nächstes Jahr. Wenn wir unser Spiel weiterentwickeln und unsere Schritte machen, können wir ein Team werden, das bis zum Schluss immer ganz dabei ist.“

In den bisherigen Saisonduellen feierten die Violetten um Leistungsträger „Jo-Jo“ Eggestein im Wiener Derby im Grunddurchgang zwei Siege und verbuchten in der Meistergruppe ein 1:1-Remis.
„Wir sind sehr kompakt und kommen gegen Rapid immer auf ein hohes Energielevel“
Johannes Eggestein (Mittelstürmer FK Austria Wien) über …
… den Matchplan gegen Rapid:
„Wir müssen die Basics auf den Platz bringen. Wir können immer gute Nadelstiche setzen, sind sehr kompakt und kommen gegen Rapid immer auf ein hohes Energielevel. Wir wissen um unsere Qualität und wollen sie auch am Sonntag wieder zeigen. Wir wollen unsere weiße Derby-Weste anbehalten, das Spiel gewinnen und die nächsten drei Punkte einfahren.“
… den Saisonverlauf:
„Es treffen zwei große Traditionsklubs aufeinander, die beide ungefähr da stehen, wo sie leistungsmäßig hingehören. Wir hatten vorm Winter starke Leistungsschwankungen. Wenn du um Titel mitspielen möchtest, benötigst du Konstanz. Salzburg, Sturm und der LASK liegen kadertechnisch über uns, das müssen wir so ehrlich sehen. Wir befinden uns aber – von Platz 3 bis Platz 5 ist alles drin – in einem sehr guten Rahmen.“
„Wollen den zweiten Sieg in Folge einfahren, dann ist auch gegen den LASK am letzten Spieltag alles drin“
…die verbleibenden Saisonziele:
„Ich hab‘ das Gefühl, dass es uns als Mannschaft und dem ganzen Verein gut tut, Schritt für Schritt zu gehen. Wir wollen am Sonntag den zweiten Sieg in Folge einfahren, dann ist auch gegen den LASK am letzten Spieltag alles drin.“
… die Seitenlinien-Aktivitäten seines Trainers:
„Wir Spieler sind in der Verantwortung zu kommunizieren. Ich kenne Stephan als ruhigen und reflektierten Trainer an der Seitenlinie. Auch wenn es mal zum Ausbruch kommt – ich habe da schon Heftigeres gesehen.“
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Fotocredit: lb-photo-Lukas Biereder und Josef Parak