In der vorletzten Runde der Bundesliga-Saison 2025/26 hatte die WSG Tirol im letzten Qualigruppen-Heimspiel am Innsbrucker Tivoli gegen den FC Blau-Weiß Linz den zweiten Matchball zum Klassenerhalt. Während die Gäste nicht nur die Rote Laterne loswerden, sondern endlich auch auswärts punkten wollten. Denn der makellosen Heimbilanz (4S) in der Finalrunde steht nur ein Punkt in der Fremde (1U, 3N) gegenüber. Heute kam beim 1:1 ein zweiter hinzu, der noch wertvoll sein kann. Denn somit kommt es für die Oberösterreicher in einer Woche zum „Grande Finale“ gegen den GAK 1902, während die Wattener gerettet sind.

Nach seinen drei blitzsauberen Treffern vor einigen Wochen im Frühjahr in Linz traf Nikolai Baden Frederiksen auch heute gegen die Blau-Weißen mit einem sehenswerten, strammen Distanzschuss. Neuntes Saisontor für den Dänen, vier davon gegen Blau-Weiß Linz.

Frühe Führung für die WSG Tirol dank „dänischem Strahl“

Die Partie begann mit einem starken Auftritt der Hausherren. Schon früh in der ersten Halbzeit ging die WSG durch ein fantastisches Tor von Nikolai Baden Frederiksen in Führung. Nach einem flachen Zuspiel von Kapitän Valentino Müller nahm der 25-jährige Däne den Ball aus dem Stand und schoss ihn mit links und beeindruckenden 97 km/h ins Kreuzeck. Dieser Treffer brachte den Tirolern viel Schwung, und sie kontrollierten das Spielgeschehen in der ersten Halbzeit weitgehend. Die Gäste aus Linz versuchten, schnell auf den Rückstand zu reagieren, konnten jedoch keine nennenswerten Chancen kreieren.

Die WSG Tirol verpasste es, ihre Führung weiter auszubauen, obwohl sie durch Ola-Adebomi und Müller gefährliche Möglichkeiten hatten. Tormann Nico Mantl parierte jedoch stark und hielt die Linzer im Spiel. Die Blau-Weißen aus Linz hatten in der ersten Halbzeit zwar einige gute Ansätze, konnten jedoch den Tiroler Keeper Adam Stejskal nicht ernsthaft prüfen. So ging es mit der knappen Führung der Hausherren in die Pause.

Ausgleich und Chancen auf beiden Seiten

In der zweiten Halbzeit erhöhten die Linzer den Druck und wurden schließlich in der 71. Minute belohnt. Simon Seidl erzielte nach einem schönen Zuspiel von Isak Dahlqvist den Ausgleich. Seidl setzte sich stark im Zweikampf durch und schob den Ball sicher ins Netz. Dieses Tor verlieh den Gästen neuen Mut, und sie versuchten, das Spiel noch komplett zu drehen. Doch die Tiroler Abwehr um Jamie Lawrence und David Kubatta blieb standhaft.

In der Schlussphase des Spiels hatten beide Mannschaften noch Gelegenheiten, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Für die WSG Tirol bot sich in der 85. Minute eine große Chance, als Anselm nach einer Hereingabe von Taferner den Ball nicht richtig kontrollieren konnte. Auch Blau-Weiß Linz drängte in der Nachspielzeit auf den Sieg, doch die Tiroler Verteidigung hielt stand. Letztlich blieb es beim leistungsgerechten 1:1.

Durch den Punktgewinn retten sich die Wattener. Auch weil der andere West-Klub, der SCR Altach, in einem nervenaufreibenden Krimi auswärts beim GAK 1902 remisierte (2:2, nach 2:0-Führung für die Vorarlberger).

Bundesliga-Saison 2025/26 Runde 31, Qualifikationsgruppe 9

Samstag, 9. Mai 2026, 17 Uhr, Tivoli Stadion in Innsbruck, Z: 3.000; SR: Sebastian Gishamer

WSG Tirol vs. FC Blau-Weiß Linz 1:1 (1:0)

WSG Tirol (3-4-3): Stejskal; Boras, Lawrence, Kubatta; Naschberger, Taferner, V. Müller (K), Sulzbacher; Wels (87. Sabitzer), Ola-Adebomi (84. Anselm), Baden Frederiksen (60. Hinterseer).  Trainer: Philipp Semlic.

FC Blau-Weiß Linz (3-4-1-2): Mantl; Pašić, Maranda (K), Moormann (90. Bumberger); Dahlquist, S. Seidl, Briedl, Pirkl; Maier; Ronivaldo (90. Mensah), Weissman (81. Cvetko). Trainer: Michael Köllner.

Torfolge: 1:0 Baden Frederiksen (16., Müller), 1:1 S. Seidl (72., Dahlqvist)

Gelbe Karten: Taferner (15., Foulspiel, 5. GK, nä. Spiel in Wolfsberg gesperrt), Kubatta (43., Foulspiel, 8. GK), Boras (76., Foulspiel, 9. GK, nä. Spiel in Wolfsberg gesperrt) / S. Seidl (75., Foulspiel)

SPIELFILM im Ligaportal-LIVETICKER

Fotocredit:Gepa-Admiral