Nach dem Vorstoß von Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler, eine österreichische Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2046 zu prüfen, kommt aus Salzburg eine deutliche Absage.

Bürgermeister Bernhard Auinger und Sportlandesrat Martin Zauner sehen für das Bundesland keine Rolle in einem möglichen Bewerbungsprozess. Babler hatte die Idee im Rahmen der Medaillenfeier der österreichischen Olympia-Teilnehmer in Innsbruck ins Spiel gebracht. 70 Jahre nach den Spielen 1976 in Innsbruck sei es „allemal wert, nachzudenken“, wieder Winterspiele nach Österreich zu holen. Auch Tirols Landeshauptmann Anton Mattle sowie Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber signalisierten Bereitschaft für eine mögliche Bewerbung.

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In Salzburg stößt der Vorschlag hingegen auf Ablehnung. Auinger schloss eine Kandidatur der Stadt gegenüber dem ORF aus. Für Salzburg komme das nicht infrage. Er sehe beim IOC weiterhin keine ausreichende Bereitschaft zu nachhaltigen Spielen, millionenteure Neubauten seien ausgeschlossen.

Auch Zauner sprach sich gegen entsprechende Überlegungen aus. Aus seiner Sicht brauche es vom Bund eher konkrete finanzielle Zusagen für die Sanierung des Leistungssportzentrums Hallein-Rif, als neue Olympia-Pläne zu verfolgen.

Salzburg hatte sich in der Vergangenheit dreimal um die Austragung von Olympischen Winterspielen beworben – für 2006, 2010 und 2014. Während 2006 bereits in der nationalen Vorauswahl Endstation war, unterlag Salzburg bei den Bewerbungen für 2010 und 2014 auf IOC-Ebene Vancouver beziehungsweise Sotschi. Die Bewerbung für 2014 war zudem innenpolitisch umstritten: In einer Bürgerbefragung sprach sich eine Mehrheit in der Stadt Salzburg gegen das Projekt aus.