LONDON (IT BOLTWISE) – Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte Ernährungsweisen das Risiko für Typ-2-Diabetes erheblich senken können. Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums haben vier effektive Ernährungsformen identifiziert, die den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Politik, Maßnahmen wie eine Zuckerabgabe einzuführen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern.
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Die Bedeutung der Ernährung für die Prävention von Typ-2-Diabetes wird immer deutlicher. Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums haben vier Ernährungsformen identifiziert, die das Risiko, an dieser Krankheit zu erkranken, um bis zu 80 Prozent senken können. Diese umfassen eine pflanzlich-vegane, mediterrane, kohlenhydratarme und proteinreiche Kost. Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass nicht einzelne Nährstoffe, sondern das gesamte Ernährungsverhalten entscheidend ist.
Während viele Menschen mit Typ-2-Diabetes auf Medikamente setzen, spielt die tägliche Bewegung eine ebenso wichtige Rolle bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels. Ein kostenloser Ratgeber zeigt, wie einfache Übungen helfen können, die Werte auf natürliche Weise zu verbessern. Parallel dazu wird in der Politik über die Einführung einer Zuckerabgabe diskutiert, um den Konsum von Softdrinks zu reduzieren. Großbritannien dient hier als Vorbild, wo der Zuckergehalt in Erfrischungsgetränken nach Einführung der Abgabe um 30 Prozent gesenkt wurde.
Der Pro-Kopf-Zuckerkonsum in Deutschland liegt derzeit bei 83 bis 90 Gramm täglich, während die WHO maximal 50 Gramm empfiehlt. Eine Zuckersteuer könnte helfen, diesen Wert zu senken und damit auch das Risiko für Karies und Übergewicht, insbesondere bei Kindern, zu reduzieren. Neben der Zuckerreduktion wird auch der Konsum von Hülsenfrüchten als positiv bewertet. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass ein hoher Konsum von Hülsenfrüchten das Risiko für Bluthochdruck um 15 Prozent senken kann.
Ein weiterer Fokus der Forschung liegt auf dem Mikrobiom des Darms. Bestimmte Darmbakterien stehen im Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Typ-2-Diabetes. Diese Erkenntnisse fördern den Trend zur maximalen Ballaststoffzufuhr, auch bekannt als ‘Fibermaxxing’. Experten warnen jedoch, dass eine zu schnelle Erhöhung der Ballaststoffzufuhr zu Verdauungsbeschwerden führen kann. Ebenso sollte der Protein-Konsum moderat gehalten werden, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
In der Diskussion um die richtige Ernährung wird auch der Konsum von Eiern kontrovers betrachtet. Während eine Studie der Loma Linda University darauf hinweist, dass der regelmäßige Verzehr von Eiern das Alzheimer-Risiko senken könnte, zeigen andere Analysen schlechtere kognitive Testergebnisse bei strenger veganer Ernährung. Diese widersprüchlichen Ergebnisse verdeutlichen die Komplexität der Ernährungsforschung und die Notwendigkeit weiterer Studien.
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Ernährung als Medizin: Vier Diäten reduzieren drastisch das Diabetes-Risiko (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)
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