Der SK Sturm Graz bleibt im Titelrennen der Bundesliga! Der amtierende Meister feierte am vorletzten Spieltag der Saison einen verdienten 4:2-Auswärtssieg gegen den TSV Hartberg. Die Grazer bleiben aufgrund des zeitgleichen Erfolges des LASK gegen Salzburg zwei Punkte hinter Tabellenführer LASK auf Platz zwei. Am letzten Spieltag bekommen es die Grazer zu Hause mit dem SK Rapid zu tun. Der LASK trifft auswärts auf den FK Austria Wien. 

Sturm zeigt sich in absoluter Torlaune

Die Partie begann mit einem echten Traumstart für Sturm. Bereits nach wenigen Minuten köpfelte Albert Vallci nach einem Eckball zur frühen Führung ein (2.). Hartberg wirkte in dieser Anfangsphase überrascht vom aggressiven Pressing und der Intensität der Gäste. Sturm ging sofort auf zweite Bälle und zwang die Oststeirer tief in die eigene Hälfte.

Trotzdem zeigten die Oststeirer schnell eine Reaktion. Der Ausgleich durch Luca Pazourek fiel beinahe aus dem Nichts, war aber technisch stark herausgespielt. Nach einer schnellen Seitenverlagerung bekam Pazourek an der Strafraumkante viel zu viel Raum und traf präzise ins obere Eck zum 1:1 (9.). 

Lange hielt das Momentum der Gastgeber allerdings nicht. Sturm spielte offensiv mit viel Tempo über die Flügel und brachte Hartbergs Defensive permanent unter Druck. Das 1:2 fiel schließlich nach einer Direktabnahme von Emir Karic, die unhaltbar durch Benjamin Markuš ins eigene Tor abgefälscht wurde (14.). 

Besonders auffällig war Otar Kiteishvili. Der Georgier sorgte permanent für Unruhe zwischen den Linien und krönte seine starke Leistung mit dem Treffer zum 1:3. Die Entstehung war nahezu perfekt gespielt: Fosso steckte ideal auf Karic durch, dessen punktgenaue Flanke verwertete Kiteishvili per Flugkopfball. 

Hartberg blieb zwar bemüht und hatte vereinzelt Umschaltsituationen, insgesamt blieben die Hartberger aber zu ungefährlich. 

Hartberger machen die Partie kurz spannend

Die zweite Halbzeit brachte zwar weniger Spektakel als der erste Durchgang, dafür aber deutlich mehr Spannung. Hartberg kam wesentlich mutiger aus der Kabine, hatte mehr Ballbesitz und setzte Sturm phasenweise ordentlich unter Druck. Die Grazer wirkten nach dem Seitenwechsel offensiv deutlich zurückhaltender und waren lange Zeit fast nur noch mit Defensivarbeit beschäftigt.

Der Anschlusstreffer zum 2:3 brachte die Partie endgültig wieder zum Leben. Nach einem Foul von Gorenc-Stankovic an Hoffmann zeigte Schiedsrichter Sadikovski auf den Punkt, Fridrikas verwandelte den Elfmeter souverän ins rechte Eck. Plötzlich war wieder alles offen.

Trotzdem blieb die individuelle Qualität der Grazer entscheidend. Während Hartberg viel Aufwand betreiben musste, genügte Sturm oft eine einzelne Aktion, um Gefahr auszustrahlen. Nach einem kapitalen Fehler im Hartberger Aufbauspiel kam Luca Weinhandl an den Ball und traf sehenswert zum 2:4 ins linke obere Eck. Für den Youngster war es zugleich das erste Bundesliga-Tor.

In den Schlussminuten brachte der amtierende Meister den Vorsprung dann relativ souverän über die Zeit.

TSV Hartberg – SK Sturm Graz 2:4 (1:3)

Sonntag, 10.05.2026 (17:00 Uhr); Profertil-Arena, Hartberg; SR Alain Sadikovski.

TSV Hartberg: Hülsmann – Heil, Schopp (71./Komposch), Wilfinger, Coulibaly, Pazourek – Fillafer (46./Kovacevic), Kainz (71./Spendlhofer), Markus, Hoffmann (71./Korherr) – Fridrikas (79./Karner). Trainer: Manfred Schmid.

SK Sturm Graz: Khudyakov – Gazibegovic, Mitchell, Vallci, Karic – Fosso (85./Hierländer), Gorenc Stankovic (59./Koller) – Hödl, Kiteishvili (85./Mamageishvili), Kayombo (59./Weinhandl) – Jatta (63./Malone). Trainer: Fabio Ingolitsch.

Tore: Pazourek (9.), Fridrikas (56./Elfmeter) bzw. Vallci (2.), Markus (14./Eigentor), Kiteishvili (25.), Weinhandl (80.)

Gelbe Karten: Schopp, Komposch bzw. Gorenc Stankovic, Weinhandl

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Fotocredit: RiPU Sportfotos