Eine Saison ohne Derbysieg! Der SK Rapid konnte auch im vierten Saisonduell gegen den FK Austria Wien keinen vollen Erfolg einfahren. Beim 0:2 im heimischen Allianz-Stadion wirkte die Mannschaft von Johannes Hoff Thorup großteils blutleer und ideenlos. In der Offensive gelang den Hütteldorfer so gut wie gar nichts, nun droht wie schon im Vorjahr der Umweg über das ligainterne Europacup-Playoff. Nachfolgend die Statements von den Grün-Weißen:

Hoff Thorup: „Die zweite Hälfte war einfach nicht gut genug“
Johannes Hoff Thorup (Trainer SK Rapid) nach dem Spiel:
„Es war ein enges Spiel, ein taktisches Spiel, mit wenigen Chancen. Die erste Hälfte war okay. Wir haben das getan, was wir tun mussten. So ein frühes Gegentor macht es nicht einfacher, gegen eine gut verteidigende Mannschaft, die eng steht. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht unser Tempo und unsere Qualität ins Spiel bringen können.“
…über die Mentalität seiner Mannschaft:
„Das Wort verwendet man immer, wenn man im Spiel einer Mannschaft sonst nichts findet. In der ersten Halbzeit war es okay, wir hatten eben nicht die ganz großen Chancen. Die zweite Hälfte war einfach nicht gut genug. Wir müssen zumindest ein Tor machen. Ob das jetzt Qualität oder Mentalität ist, weiß ich nicht.“
…über das anstehende Saisonfinale:
„Wir haben noch ein Spiel vor uns und müssen uns so schnell wie möglich darauf fokussieren. Wir müssen sicherstellen, dass wir unser bestes Leistungsniveau zeigen. Ich habe die Ergebnisse noch nicht alle gesehen, aber auch für Sturm wird es ein sehr wichtiges Spiel werden. Ich erwarte mir ein sehr taktisches Spiel, wo wir mehr zeigen müssen als heute.“
Offene Zukunft bei Andreas Weimann
Andreas Weimann (Spieler SK Rapid) nach dem Spiel:
„Wir bekommen viel zu einfach Tore. Das ist jetzt schon einige Male passiert. Wir fangen das Spiel nicht schlecht an, die kommen einmal in den Strafraum, der steht ganz alleine und köpfelt den Ball ins Tor. Wenn es 0:0 steht und wir spielen, dann bekommen wir mehr Chancen. Wir gehen aber 1:0 in Rückstand und schießen und das 2:0 selber. Dann ist es sehr schwer. Die machen es gut, stehen zu Zehnt hinten und verteidigen. Wir haben uns selber erledigt heute.“
…über das anstehende Saisonfinale:
„Wir müssen gewinnen. Wir hatten es in unserer eigenen Hand. Wir haben es nicht genutzt. Jetzt müssen wir auf andere hoffen. Wir können nur probieren, zu gewinnen.“
…über seine Zukunft:
„Ich weiß es noch nicht. Es gibt Gespräche, aber es ist noch nichts entschieden. Wir sind für alles offen, aber wir schauen was passiert.“
Markus Katzer: „Es war zum Teil echt nicht zu verstehen, wie wir die Tore bekommen“
Markus Katzer (Geschäftsführer Sport SK Rapid) nach dem Spiel:
„Es war heute echt bitter, sehr enttäuschend. Wir haben echt ein gutes Gefühl vorher gehabt, dass wir das Spiel gewinnen, zumindest einmal den vierten Platz fixieren und dann vielleicht noch nach oben schauen. Das haben wir jetzt nicht erreicht. Es war zum Teil echt nicht zu verstehen, wie wir die Tore bekommen, vor allem das zweite Tor machen wir uns selber. Jetzt überwiegt natürlich die Enttäuschung. Es wiederholen sich diese Saison auch viele Dinge. Das tut einfach weh.“
…über die gesamte Saison:
„Wir haben es vor zwei Runden noch in der eigenen Hand gehabt, um den Meistertitel zu spielen. Ich glaube, dass die Liga ganz eng ist. Wir sind jetzt enttäuscht, das ist klar. Der Stachel heute sitzt natürlich tief, gerade weil es das Derby war und man das natürlich gewinnen will. Wir haben aber noch ein Spiel und dann schauen wir, wie die Saison abgeschlossen wird.“
Statement-Quelle: Sky Sport Austria
Siehe auch:
350. Wiener Derby: FK Austria Wien besiegt harmlosen SK Rapid und ist Vierter
Foto: Josef Parak