Die Schlösser vom König Ludwig II von Bayern – Neuschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee und das Königshaus am Schachen – sind offiziell neu als UNESCOWelterbe gelistet. Und es gibt noch weitere europäische Neuzugänge.
Bayerische Schlösser
Die erwähnten Schlösser des „Möchtegern-Sonnenkönigs“ Ludwig II. – Neuschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee sowie das Königshaus am Schachen – gelten als Meisterwerke des Historismus. Sie sind keine Repräsentationsbauten, sondern Ausdruck einer bemerkenswerten Gegenwelt des Königs. Die Inspiration für ihre Gestaltung lieferten Wagner-Opern, die Orient-Faszination des 19. Jahrhunderts sowie Ludwigs Idol Louis XIV., der „wahre Sonnenkönig“.
Ihre Integrität und die perfekte Verschmelzung von Architektur und Naturlandschaft bilden ein monumentales Gesamtkunstwerk, das auf die Besucher:innen schon seit jeher eine große Anziehungskraft ausübt.
VON DER ALTSTEINZEIT ZU DEN GRIECHEN
Ebenfalls neu in der Liste der UNESCO-Welterbestätten sind die Megalithen von Carnac in Frankreich. Das Ensemble bildet die weltweit bedeutendste Konzentration von Steinsetzungen aus dem Neolithikum. Die präzise Ausrichtung der Menhire gibt Zeugnis von der rituellen Architektur und dem spirituellen Weltbild früher Agrargesellschaften in Westeuropa.
Als Geburtsstätte der ersten Hochkultur gelten die Paläste der Minoer auf Kreta (u.a. Knossos). Sie belegen eine hoch entwickelte soziale Organisation, komplexe Verwaltung und monumentale Architektur lange vor der klassischen Antike.
NATURWUNDER, GRÄBER UND MÜNZEN
Auch ein Naturdenkmal hat es auf die Liste geschafft: Die imposanten Kreidefelsen Møns Klint in Dänemark gelten als ein herausragendes geologisches Zeugnis der letzten Eiszeit. Die Aufnahme wurde durch die Kombination aus spektakulärer Küstenerosion, dem Reichtum an Fossilien und der einzigartigen Kalkmagerrasen-Flora gerechtfertigt.
Die „Häuser der Feen“ (Domus de Janas) auf Sardinien sind ein Netzwerk aus über 2.500 prähistorischen Felsengräbern. Sie wurden ausgezeichnet, da sie die komplexe soziale Struktur und die tiefgreifenden Bestattungsrituale des Neolithikums dokumentieren.
Als Hauptstadt des Lydischen Reiches steht Sardis (Sardes) für die Erfindung des Münzgeldes und für ihren letzten König: Krösus, dessen Reichtum unermesslich gewesen sein soll. Die Aufnahme in die Liste des UNESCO Welterbes erklärt sich durch das monumentale architektonische Erbe und die riesigen Grabhügel von Bin Tepe, die als größte Nekropole der Welt die Stärke einer vergessenen antiken Supermacht repräsentieren.
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