Während Apple die Einstiegspreise für seine Desktop-Computer anhebt, locken Windows-Anbieter mit Rabatten auf High-End-Komponenten. Der Kampf um die Käufergunst spitzt sich zu.

RAMageddon treibt DRAM-Preise in die Höhe

Die Halbleiterkrise, die Branchenkenner als „RAMageddon“ bezeichnen, hat den Markt fest im Griff. Die Preise für DRAM-Bausteine stiegen im ersten Quartal 2026 um 90 Prozent – angetrieben durch die enorme Nachfrage aus der KI-Entwicklung. Im zweiten Quartal legten sowohl DRAM als auch NAND-Flash um weitere 50 Prozent zu.

Apple reagierte Anfang Mai drastisch: Am 1. Mai 2026 strich der Konzern die 256-GB-SSD-Version des Mac Mini aus dem Programm. Der Einstieg in die macOS-Welt verteuert sich damit um mehrere Hundert Euro. In Europa kostet das günstigste Modell nun 799 Euro (512 GB), einige Konfigurationen erreichen sogar 949 Euro. Die einstige 599-Euro-Schwelle ist Geschichte.

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„Der Preisdruck durch die Speicherkrise ist enorm“, kommentieren Marktbeobachter. „Selbst für Apple wurde das alte Preisniveau unhaltbar.“

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Um preisbewusste Kunden nicht zu verlieren, setzt Apple nun auf das MacBook Neo. Seit Mai 2026 dient es als primärer Zugang zum Ökosystem – mit einem Startpreis zwischen 599 und 699 Euro. Die Produktion wurde trotz der Speicherkrise verdoppelt.

Das Ziel ist klar: Gegen低价-Konkurrenz von Asus und Lenovo bestehen, die ihre Preise ebenfalls um bis zu 25 Prozent angehoben haben. Ob das aufgeht, wird sich zeigen – denn die Windows-Rivalen haben ihrerseits einen Trumpf ausgespielt.

Windows-Ökosystem lockt mit Rabatten

Während Apple die Endproduktpreise anhebt, zeigt sich der Windows-PC-Markt von einer anderen Seite. Händler gewähren im Mai 2026 deutliche Rabatte auf Spitzenkomponenten. RTX-50-Serie und Ryzen 9000X3D sind mitunter stark reduziert.

Microsoft untermauert diesen Kurs mit Software-Updates. Am 7. Mai 2026 erhielt der Paketmanager WinGet Unterstützung für HTTP-Proxys. Auch das Windows Terminal bekam im Frühjahr Verbesserungen bei Durchsatz und Tastaturprotokollen.

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Hinzu kommen KI-fähige Mini-PCs und Dual-Mode-Monitore, die massenhaft auf den Markt drängen. Analysten sehen darin einen Ausgleich für die gestiegenen Laptop-Preise. Die Folge: Hochleistungs-Windows-Workstations werden im Vergleich zu macOS-Geräten günstiger.

M5-Chips: Rekordleistung, erste Rabatte

An der Spitze liefern sich Apple und Windows ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die im März 2026 vorgestellten M5-Prozessoren versprechen bis zu vierfache Leistung gegenüber Vorgängergenerationen. Mit bis zu 18 CPU-Kernen und 40 GPU-Kernen sind sie speziell für lokale KI-Berechnungen optimiert.

Konkret: LLM-Prompts verarbeitet der M5-Chip fast siebenmal schneller als der alte M1 Pro. Das beeindruckt – doch die hohen Listenpreise schrecken ab.

Umso überraschender: Am 10. Mai 2026 senkten große Händler in den USA und Europa die Preise für M5-MacBook-Pro-Modelle. Das 14-Zoll-Gerät mit 24 GB RAM fiel auf ein Allzeittief von 1.699 Euro.

Reparatur bleibt Achillesferse

Doch bei der Reparierbarkeit hakt es. Ein iFixit-Teardown vom 11. Mai 2026 bescheinigt dem M5 MacBook Pro eine schlechte Bewertung. Zwar wurde der Akkuwechsel vereinfacht – offiziell empfiehlt Apple aber weiterhin den Austausch des gesamten Topcase. Das kostet.

Ein klarer Unterschied zum Windows-Markt: Dort setzen Hersteller auf modulare Bauweisen und Open-Source-Integration. Ein Verkaufsargument für Unternehmen.

Ausblick: Speicherkrise entscheidet über Marktanteile

Der gesamte PC-Markt schrumpft 2026 voraussichtlich um 11,3 Prozent. Inflation und hohe Komponentenpreise bremsen die Kauflust. Hersteller suchen daher neue Wege, um Nutzer an ihre Ökosysteme zu binden.

Apple testet Berichten zufolge Wearables mit „visueller Intelligenz“ – Prototypen von Ohrhörern mit Infrarotkameras. Sie sollen als „Augen“ für den virtuellen Assistenten dienen: Lebensmittel erkennen, navigieren, Ernährung tracken. Ein Start Ende 2026 oder Anfang 2027 gilt als wahrscheinlich.

Ob diese Strategie aufgeht, hängt von der Speicherverfügbarkeit ab. Eskaliert die DRAM-Krise weiter, sind weitere Preisanpassungen bei Einsteigergeräten programmiert. Apple setzt dabei auf das MacBook Neo für Studenten und Bildungseinrichtungen – wo Lenovo und Linux-Geräte stark bleiben.

Für Profis bleibt die Wahl zwischen der integrierten Hochleistung der M5-Serie und den zunehmend erschwinglichen, modularen Optionen im Windows-Lager. Mit Updates wie iOS 26.5 und Microsofts Vorstoß bei Zero-Trust-Umgebungen für WSL schrumpft der technische Vorsprung. Preis und Hardware-Lebenszyklus werden zum entscheidenden Faktor für den Rest des Jahres.