Früher waren sie klobige Datensammler, heute sind sie hochmoderne Cockpits mit Sprachansagen und brillanten Displays. IMTEST hat aktuelle Fahrrad-Computer ins Labor und auf die Strecke geschickt. Das Ergebnis: Während Garmin mit dem Edge 1050 den Thron verteidigt, bieten Wahoo und Newcomer wie IGPsport spannende Alternativen für schmalere Budgets.

Wer heute eine Radtour plant – egal ob eine Rennradrunde, Mountainbike-Trail oder Bikepacking-Abenteuer –, greift immer seltener zum Smartphone. Zu schnell ist der Akku leer, zu schlecht die Ablesbarkeit bei praller Sonne. Spezialisierte Fahrrad-Navis (Bike-Computer) sind die Lösung. Dabei trumpfen die Geräte idealerweise nicht nur mit übersichtlicher Routenführung auf, sondern bieten verschiedene Trainings-Hilfen, lange Akku-Laufzeit und harmonieren mit Apps wie Komoot und Strava. Die Unterschiede zwischen den Geräten sind sowohl preislich als auch funktionell gigantisch, für jeden Anspruch gibt es das passende Modell.

Diese 9 Geräte haben am Test teilgenommen:

Coros Dura Garmin Edge 1050 Garmin Edge 850 Hammerhead Karoo 3 IGPSport BiNavi Sigma Sport Rox 12.1 Evo Wahoo Elemnt Ace Wahoo Elemnt Roam 3 Wahoo Wahoo Bolt 3

Testsieger ist der Garmin Edge 1050 – das teuerste Gerät im Feld. Wer weniger ausgeben will, greift zum IGPSport BiNavi. Er holt sich den Preis-Leistungssieg und bietet eine solide Basis.

Auf Platz zwei landet der Wahoo Elemnt Ace mit großem Display und Windsensor. Dahinter folgt der Wahoo Elemnt Roam 3 als ausgewogene Alternative. Das beste Display liefert der Hammerhead Karoo 3. Der Garmin Edge 850 überzeugt als kompakter Ableger mit ähnlicher Technik. Mit dem Coros Dura gibt es zudem eine Option für besonders lange Laufzeiten.

Testsieger: Garmin Edge 1050

Der Garmin Edge 1050* überzeugt im Testfeld weiterhin als das technisch fortschrittlichste Gerät. Mit 161 Gramm und einer Länge von knapp 11,9 Zentimetern ist er zwar ein massiver Brocken am Lenker, wird in dieser Hinsicht jedoch vom Wahoo Elemnt Ace noch übertroffen.

Garmin Edge 1050Productshot Fahrradnavi, zeigt Grafen auf dem Display an

Besonders hervorzuheben ist das brillante 3,5 Zoll (ca. 9 cm) große Display mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln. Es bietet eine enorme Helligkeit, die auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Lesbarkeit ermöglicht. Trotz dieser Vorteile leidet das Display unter Reflexionen, die insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung problematisch sind.

Karoo vs Edge 1050 Spiegelungen bei FahhradcomputernKlare Sache: Im direkten Vergleich mit dem Karoo 3 zieht das Display des Edge 1050 (links) den Kürzeren. © IMTESTAngestaubter Unterbau

Der Touchscreen des Edge 1050 ist reaktionsschnell und intuitiv zu bedienen, doch die Menüstruktur wirkt aufgrund der vielen Funktionen überfrachtet. Eine interessante Neuerung ist die integrierte Fahrradklingel, die über den verbauten Lautsprecher funktioniert. Diese Funktion ist vor allem für Rennradfahrer nützlich, doch die Bedienung während der Fahrt erweist sich als etwas umständlich. Ein weiterer Vorteil des „echten“ Lautsprechers: Der Edge 1050 ist einer der wenigen Fahrradcomputer, der akustische Abbiegehinweise wie „In 100 Metern rechts abbiegen“ oder „Im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen“ von sich gibt.

Das ist ein großer Vorteil bei der Navigation, denn so muss man während der Fahrt nicht vor jeder Kreuzung auf das Display schauen. Die Sache hat allerdings zwei kleine Haken: Erstens ist die Funktion ab Werk deaktiviert und versteckt sich in einem schwer auffindbaren Untermenü (System > Sounds > kleiner Pfeil bei Sprachansagen > Navigationsalarme). Zweitens reicht die Lautstärke der Lautsprecher bei starkem Wind, hohen Geschwindigkeiten und rauem Untergrund nicht immer aus, um die Ansagen zu verstehen.

Die eingebaute Klingel ist eine feine Sache, die Bedienung aber etwas fummelig.

Eine weitere erwähnenswerte Funktion ist die Möglichkeit, Gefahrenstellen in Echtzeit zu melden. Diese Funktion ist jedoch nur mit verbundenem Smartphone nutzbar. Garmin bietet zudem spezielle Gruppenfunktionen wie „GroupRide Incident Detection“, die Unfälle von Mitfahrern erkennt, sowie „In-Ride Climb Challenges“, die den schnellsten Fahrer am Berg ermittelt. Auch diese Funktionen erfordern ein Smartphone.

Garmin Edge 1050: Fast in allen Disziplinen top

Insgesamt bietet der Edge 1050 eine beeindruckende Vielfalt an Daten, von Herzfrequenz bis Leistungsmessung. Die Karte ist jedoch im Vergleich zur Konkurrenz teils unübersichtlicher. Dafür gestaltet sich die Einbindung von Komoot-Routen sehr komfortabel – und alternativ kann man zudem auch die Komoot-Karte zum Navigieren verwenden (Premium-Abo erforderlich). Die Akkulaufzeit von rund 20 Stunden ist ferner solide, erreicht aber nicht die Werte spezialisierter Langläufer wie dem Coros Dura.

Fahrradcomputer mit StraßenvorhersageKlasse: Der Edge 1050 sagt unter anderem den Straßenbelag an und warnt vor verkehrsreichen Straßen. © IMTEST

Der Garmin Edge 1050 ist nicht zuletzt vor allem deshalb besonders für ambitionierte Radsportler interessant, weil man ihn sehr stark an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann: Datenfelder, Seitenlayouts, Trainingsprofile, Widgets und sogar das Kartendesign lassen sich deutlich flexibler konfigurieren als etwa bei der Konkurrenz.

Der Garmin Edge 1050 ist technisch top und vollgestopft mit Funktionen. Unterm Strich aus unserer Sicht der beste Fahrradcomputer auf dem Markt, insbesondere für Sportler. Schwächen wie das hohe Gewicht, das spiegelnde Display und die unübersichtliche Navigationskarte sind jedoch Schwachpunkte.

PRO Beeindruckende Vielfalt an Daten, individuell anpassbar, guter Bildschirm KONTRA Recht groß und schwer, komplizierte Bedienung

IMTEST-Ergebnis:

gut 1,65

Preis-Leistungssieger: IGPSport BiNavi

Das IGPSport BiNavi ist eine preiswerte Option auf dem Markt der Fahrrad-Navis, erhältlich für rund 220 Euro. Doch wie schlägt sich der China-Bikecomputer gegen die etablierte Konkurrenz? Hier sind die wichtigsten Punkte.

Display: Groß, aber mit Schattenseiten

Das BiNavi sticht im Testfeld vor allem durch sein 3,5 Zoll großes Display hervor, das nominell mit den Flaggschiffen der Konkurrenz mithält. In der Praxis zeigt sich jedoch der Preisunterschied: Während vor allem die teure Konkurrenz von Garmin und Hammerhead mit Brillanz und Helligkeit punktet, ist das Panel des BiNavi deutlich schwerer abzulesen. Besonders bei direktem Lichteinfall wirkt die Darstellung bläulich und kontrastarm. Ein weiterer Kritikpunkt im Testalltag ist die Oberflächenbeschaffenheit: Das Display erweist sich als regelrechter Magnet für Fingerabdrücke, was die Ablesbarkeit während der Fahrt durch Schlierenbildung zusätzlich beeinträchtigt.

IGPSport BiNavi DisplayDas Display des BiNavis ist zwar groß, aber nicht in allen Situationen gut ablesbar. © IMTESTLieferumfang: Ein spartanisches Paket

Mit einem Gewicht von lediglich 103 Gramm ist das BiNavi dafür vergleichsweise leicht und trägt am Vorbau nicht zu dick auf. Übersichtlich ist jedoch der Lieferumfang: Im Gegensatz zu fast allen anderen Herstellern legt IGPSport keine klassische Halterung bei. Käufer müssen hier also zusätzlich investieren, sofern sie nicht bereits über entsprechendes Zubehör verfügen. Immerhin zeigt sich das Gerät anschlussfreudig und ist Garmin-kompatibel, was den Rückgriff auf das riesige Ökosystem an Dritthersteller-Mounts ermöglicht.

IGPSport BiNavi Display Edge 1050Im direkten Vergleich mit dem Garmin Edge 1050 (rechts) erkennt man sofort die qualitativen Unterschiede der Bildschirme. © IMTESTSoftware-Hürden: Umständlicher Routen-Import

Ein deutlicher Nachteil im Vergleich zur intuitiven Konkurrenz zeigt sich zudem bei der Routenplanung. Während Geräte von Wahoo oder Garmin Touren nahezu nahtlos synchronisieren, gestaltet sich der Weg einer Tour beim BiNavi als umständlich. Konkret muss die Route zunächst mühsam von Komoot als GPX-Datei exportiert, anschließend manuell in die iGPSport-App importiert und im letzten Schritt auf das Gerät kopiert werden. Das drückt die Note in der Kategorie Tourenplanung auf ein „Ausreichend“ (4,1).

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Ausstattung und Konnektivität

Technisch bietet das IGPSport BiNavi eine solide Ausstattung. Es unterstützt Bluetooth, WLAN und ANT+ zur Kopplung von Sensoren. Die Akkulaufzeit liegt bei rund 27 Stunden und übertrifft damit im Test viele teurere Modelle. Mit 32 GB internem Speicher steht ausreichend Platz für Kartenmaterial zur Verfügung.

Das IGPSport BiNavi ist ein ordentliches Gerät für Sparfüchse. Wer mit einem schwächerem Display, zeitraubenden Routen-Import und dem fehlenden Zubehör leben kann, erhält einen zuverlässigen Fahrradcomputer mit toller Akkulaufzeit.

PRO Attraktiver Preis, lange Akkulaufzeit KONTRA Schwaches Display, umständlicher Komoot-Import

IMTEST-Ergebnis:

gut 2,54

Fahrrad-Navis: Weitere Top-Produkte

Komfortabel, sicher und voll informiert ans Ziel kommen – auch unter den Plätzen 2 bis 6 finden sich spannende Fahrradcomputer namhafter Hersteller.

Wahoo Elemnt Ace – Ein echter Gigant

Auf dem zweiten Platz landet der Wahoo Elemnt Ace, der die Fahrradnavigation größenmäßig auf ein völlig neues Level hebt. Er ist der bisher leistungsstärkste Fahrradccomputer des Herstellers und richtet sich an alle, denen der Bildschirm nicht groß genug sein kann.

Wahoo Elemnt Ace am LenkerDas Ace-Display ist riesig, sehr gut ablesbar und für Navigation klar auf Übersicht statt Minimalismus ausgelegt. © IMTESTDesign & Display: Sichtbarkeit ohne Kompromisse

Schon beim Auspacken wird klar: Der Ace ist das Schwergewicht im Test. Mit gemessenen 182 Gramm und einer Länge von 12,3 Zentimetern ist er mit Abstand das größte Gerät im Feld. Wahoo nutzt diesen Platz für ein massives 3,8-Zoll-Display. Gerade für Radfahrer mit eingeschränkter Sehkraft ist dies ein Kaufgrund: Navigationshinweise und Datenfelder lassen sich einfach besser erkennen. Gehalten wird der Koloss von einer hochwertig gefrästen Aluminiumhalterung, die deutlich stabiler ist als die üblichen Kunststoff-Varianten.

Innovativ: Windsensor und digitale Klingel

Ein echtes Novum ist der integrierte Windsensor an der Gerätefront. Er misst den anströmenden Luftdruck und errechnet in Echtzeit, ob man gegen „AeroDrag“ ankämpft oder von „AeroBoost“ profitiert. In der Praxis ist dies ein spannendes Modul für Aerodynamik-Enthusiasten. Wesentlich alltagstauglicher ist die digitale Klingel: Ein Doppeltippen auf das Display lässt einen klaren Klingelton ertönen. Die Umsetzung ist hier deutlich intuitiver gelungen als bei Garmin.

Wahoo Elemnt Ace NavigationDie Navigation des Elemnt Ace ist vorbildlich: große Karten, Touch-Bedienung, Sprachansagen und schnelles Re-Routing machen die Routenführung komfortabel und sicher. © IMTESTBedienung: Wahoo-Einfachheit trifft Touch

Die Einrichtung erfolgt einfach über die Smartphone-App. Der Ace kombiniert einen flinken Touchscreen mit den bewährten Hardware-Tasten. Endlich auch bei Wahoo an Bord: Echte Fahrradprofile (Gravel, Rennrad, MTB), die bei den Vorgängern schmerzlich vermisst wurden. Die Akkulaufzeit liegt im Test ferner bei hervorragenden 23 Stunden.

Der Wahoo ELEMNT ACE ist ein großer, sehr übersichtlicher Radcomputer mit starkem Display, langer Akkulaufzeit und einzigartigem Windsensor. Er ist top für Navigation und lange Touren, aber schwerer und teurer als viele Alternativen.

PRO Großes Display, übersichtliche Navigation, praktische digitale Klingel

IMTEST-Ergebnis:

gut 1,65

Wahoo Elemnt Roam 3: Der goldene Mittelweg

Der Wahoo Roam 3 positioniert sich als vielseitiger Begleiter für alle, die ein ausbalanciertes Gerät suchen. Er findet sich größenmäßig zwischen dem kleinen Bolt und dem massiven Ace wieder. Mit 94 Gramm ist er aber deutlich leichter und kostet rund 449 Euro.

Wahoo Elemnt Roam 3 vs AceDer Roam 3 (rechts) ist ein ausgewogener Allrounder: fast so komfortabel wie der Ace (links), aber kleiner, leichter und günstiger. © IMTESTDisplay und Bedienung

Das 2,8-Zoll-Display des Wahoo Elemnt Roam 3 nutzt Memory-Pixel-Technologie und stellt 16 Millionen Farben dar. Eine Anti-Glare-Beschichtung reduziert Spiegelungen und sorgt bei Sonne für gute Ablesbarkeit. Bei bedecktem Himmel wirkt das Bild jedoch etwas matt.

Im Vergleich zu Garmin Edge 1050, Garmin Edge 850 und Hammerhead Karoo 3 fällt die Darstellung weniger brillant aus.

Ein integrierter Lautsprecher liefert akustische Abbiegehinweise. Diese Funktion bietet auch der Wahoo Elemnt Ace, nicht jedoch der Bolt 3.

Die Sprachhinweise erleichtern die Navigation, da der Blick seltener auf das Display fällt. Auf den Windsensor des Ace muss der Roam 3 allerdings verzichten.

Wahoo Elemnt Roam 3 NavigationDer Roam 3 bietet eine sehr starke Navigation mit großer Karte, akustischen Abbiegehinweisen, schnellem Re-Routing und einfachem Komoot-Import. © IMTEST

Die Navigation von Wahoo gehört unabhängig davon definitiv zum Besten auf dem Markt. Eine auffällige blaue Anzeige zeigt deutlich die nächste Abzweigung sowie die Entfernung an. Zusätzlich erscheinen Richtungspfeile am oberen Bildschirmrand, die zur Orientierung beitragen. Neben dieser visuellen Unterstützung sorgt ein akustisches Navigationssystem für mehr Sicherheit: Etwa 200 Meter vor der Abbiegung ertönt das erste Signal, während das zweite direkt vor dem Abbiegen folgt. Die beiden Töne unterscheiden sich in ihrer Tonhöhe, sodass sie leicht wahrgenommen und voneinander unterschieden werden können.

Eine innovative Funktion stellt ferner die digitale Klingel dar. Durch doppeltes Tippen auf den Bildschirm ertönt ein lauter Klingelton. Dies bietet zwei wesentliche Vorteile: Zum einen wird keine separate Fahrradklingel benötigt und zum anderen entfällt der regelmäßige Austausch einer herkömmlichen Klingel. Ein kleiner Nachteil besteht darin, dass die Klingel nicht auf eine Taste gelegt werden kann und somit immer der Touchscreen verwendet werden muss. Besonders mit Handschuhen oder bei Regen erweist sich eine Taste als deutlich komfortabler.

Akku und Software

Ein Kritikpunkt ist die Software-Performance: Der Startvorgang dauert mit bis zu 45 Sekunden recht lange und bricht gelegentlich (wie bei den anderen Wahoo-Geräten auch) ab, was einen Neustart erzwingt. Die Akkulaufzeit liegt in der Praxis bei realistischen 18 Stunden.

Der Wahoo Elemnt Roam 3 ist ein gut ausbalancierter Allround-Radcomputer mit Touchscreen, klarer Navigation, Sprachansagen und langer Akkulaufzeit, der besonders für nahezu alle begeisterten Radfahrer ein gute Wahl darstellt.

PRO Sehr gute Navigationsfunktionen, digitale Klingel

IMTEST-Ergebnis:

gut 1,66

Hammerhead Karoo 3

Der Hammerhead Karoo 3 überzeugt vor allem mit seinem Display, das zu den besten am Markt zählt. Inhalte werden scharf und übersichtlich dargestellt, die Menüs sind klar strukturiert und einfach zu bedienen. Auch die Navigation funktioniert im Test sehr zuverlässig.

Hammerhead Karoo 3

Schwächen zeigt das Gerät bei der Akkulaufzeit, die nur im Durchschnitt liegt. Zudem fehlen Funktionen wie Alarm- oder Diebstahlschutz.

PRO Das beste Display auf dem Markt, übersichtliche Menüs KONTRA Keine Alarmfunktionen, keine Anti-Diebstahlfunktion

IMTEST-Ergebnis:

gut 1,81

Coros Dura

Das Coros Dura richtet sich vor allem an Langstreckenradler. Seine größte Stärke ist die außergewöhnlich lange Akkulaufzeit. Bei ausreichend Sonnenlicht kann das Gerät sogar ohne zusätzliches Aufladen betrieben werden.

Abstriche gibt es bei der Kartendarstellung. Diese bleibt übersichtlich, bietet jedoch nur wenige Details.

Coros DuraProduktshot Fahrradnavi, zeigt farbige Navigation an PRO Sensationelle Akkulaufzeit, bei Sonne kein Aufladen nötig. KONTRA Übersichtliche, aber detailarme Karten

IMTEST-Ergebnis:

gut 2,14

Sigma Sport Rox 12.1 Evo

Der Sigma Sport Rox 12.1 Evo ist ein grundsolider Fahrradcomputer mit zuverlässiger Navigation. Klare Abbiegehinweise und eine übersichtliche Kartendarstellung erleichtern die Orientierung unterwegs.

Technisch zeigt das Gerät jedoch Einschränkungen. Es unterstützt kein Multiband-GPS und bietet mit 8 GB nur begrenzten Speicherplatz.

Sigma Sport Rox 12.1 EvoProduktshot Fahrradnavi, zeigt farbige Navigation an PRO Klare Abbiegehinweise und übersichtliche Kartendarstellung KONTRA Kein Multiband-GPS, nur 8 GB Datenspeicher

IMTEST-Ergebnis:

gut 2,27

Fazit: Enger Kampf an der Spitze

Für ambitionierte Radfahrer zählen der Garmin Edge 1050 und der Wahoo Elemnt Ace zu den stärksten Geräten im Test.

Der Edge 1050 überzeugt mit umfangreichen Trainingsfunktionen und Sprachnavigation. Schwächen zeigt er beim spiegelnden Display und einer teils unübersichtlichen Karte.

Der Elemnt Ace punktet mit seinem großen 3,8-Zoll-Display und einem integrierten Windsensor. Das hohe Gewicht fällt jedoch negativ auf.

Wer ein kompakteres Gerät sucht, findet viele Funktionen auch im Garmin Edge 850 oder im Wahoo Elemnt Roam 3.

Das beste Display im Test bietet der Hammerhead Karoo 3. Bedienung und Darstellung überzeugen, die Akkulaufzeit fällt jedoch kürzer aus.

Für lange Touren eignet sich der Coros Dura. Die Solarunterstützung sorgt für eine besonders hohe Ausdauer.

Der Preis-Leistungstipp ist der IGPSport BiNavi. Er bietet ein großes Display und lange Laufzeiten, verlangt aber Kompromisse bei Darstellung und Bedienung.

Die IMTEST-Testergebnisse im Detail Ratgeber: Fahrrad-Navis gehören zur Radtour dazu

Einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für Radfahrer ist der Fahrradcomputer. Für die einen ist die Navigation wichtig und der Fahrradcomputer der Wegweiser zum Abenteuer. Andere fahren immer die gleichen Strecken und benötigen keine Routen, aber jede Fahrt ist eine neue Gelegenheit, spannende Informationen über Leistung, Fortschritt und Training im Allgemeinen zu sammeln und zu analysieren. Und dann gibt es noch die Gruppe, die eine Mischung aus beidem sucht: Mal helfen die Daten, noch ein wenig mehr in die Pedale zu treten, mal führt die Navigation zu unbekannten Orten, die man ohne Fahrrad-Navi nie entdeckt hätte. Der Test klärt, welches Fahrrad-Navi für Sie das richtige ist.

Studie OutdoorFahrradfahren und Radtouren stehen bei den Deutschen hoch im Kurs. © Komoot Smartphones vs. Fahrrad-Navis

Ganz klar: Wer nur gelegentlich mit dem Fahrrad unterwegs ist, benötigt kein spezielles Navigationsgerät. In diesem Fall reicht eine solide Fahrradhalterung für das Smartphone. Wer dagegen viel und oft unterwegs ist, wird eines Tages die Nachteile dieser Lösung kennenlernen.

Bedienung: Fahrrad-Navis sind in der Regel so konzipiert, dass sie sich während der Fahrt einfach und intuitiv bedienen lassen. Sie haben in der Regel große, handschuhfreundliche Tasten und Displays, die auch bei Sonneneinstrahlung ablesbar sind. Smartphones hingegen erfordern oft eine komplexere Bedienung per Touchscreen, was beim Radfahren schwieriger und potenziell gefährlich sein kann. Akkulaufzeit: Je nach Smartphone-Modell ist der Akku schon nach wenigen Stunden leer. Das ist doppelt ärgerlich, denn a) muss man eventuell an einem unbekannten Ort ohne Navigation weiterfahren und b) steht das Smartphone im Notfall nicht für Anrufe zur Verfügung. Alternativ kann man die Ausdauer mit Powerbanks verlängern, aber das bedeutet Fummelarbeit und zusätzliches Gewicht. Gute Fahrrad-Navis halten dagegen mit einer Ladung locker 10 Stunden und mehr durch. Witterungsbeständigkeit: Nur wenige Smartphones sind für den Outdoor-Einsatz geeignet. Sie können zu heiß oder zu kalt werden und dann ihren Dienst quittieren. Auch Regen stecken nicht alle Handys gut weg. Fahrrad-Navis sind dagegen wasserfest. Einige verfügen zusätzlich über einen Staubschutz. Fahrrad-Navis: Diese Funktionen sollten dabei sein Strapazierfähigkeit: Auf langen Radtouren sind holprige Strecken oder gar Stürze nicht auszuschließen. Bei Smartphones führt das oft zu zerbrochenen Displays, die teure Reparaturen nach sich ziehen. Fahrrad-Navis sind dagegen deutlich robuster. Konnektivität: Die Verbindung mit externen Sensoren zur Messung und Anzeige von Daten wie Herzfrequenz, Trittfrequenz, Wattleistung und Geschwindigkeit ist je nach Smartphone und verwendeter App schwierig bis unmöglich. Bei guten Fahrradcomputern ist die Kopplung hingegen kein Problem – denn sie unterstützen mit ANT+ den wichtigsten Funk-Standard für Fitness-Zubehör. Fahrradspezifische Funktionen: Fahrradcomputer bieten spezielle Funktionen für Radfahrer, die in der Regel umfangreichere und genauere Daten liefern. Dazu gehören unzählige Daten Geschwindigkeitsmessung, Entfernungs- und Höhenmessung, Herzfrequenzmessung, Trittfrequenzanalyse und vieles mehr. Diese Funktionen sind oft genauer und spezifischer auf die Bedürfnisse von Radfahrern zugeschnitten als die Funktionen eines Smartphones. GPS-Genauigkeit: Moderne Fahrrad-Navis bieten eine genauere Positionsbestimmung. Vor allem wenn sie Mehrfrequenz-GPS-Technik (Multi-GNSS) und zusätzliche GLONASS-Unterstützung an Bord haben. Je nach Smartphone kann auch ein besonders ungenauer GPS-Chip verbaut sein, was zu Abweichungen auf der Route führen kann.

Kurzum: Auf längeren Strecken und bei häufiger Nutzung haben Fahrrad-Navis deutliche Vorteile gegenüber Smartphones.

FAQ**: IMTEST fasst kurz zusammen, worauf man beim Kauf eines Fahrrad-Navis achten sollte.

Akkulaufzeit, Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung und Umfang des Kartenmaterials – es gibt viele verschiedene Features, worauf man je nach Belieben achten sollte. Die wichtigsten Kauftipps fasst IMTEST zusammen.

1. Welche Funktionen sind wichtig?

Achten Sie auf spezielle Fahrradkarten, Echtzeitnavigation, Höhenprofile und die Möglichkeit, individuelle Routen zu erstellen. Bluetooth- und Smartphone-Kompatibilität sind ebenfalls praktisch.

2. Wie wichtig ist die Akkulaufzeit?

Eine lange Akkulaufzeit ist entscheidend, besonders für längere Touren. Ideal sind Geräte mit mindestens zehn Stunden Laufzeit oder der Möglichkeit, sie während der Fahrt per Powerbank zu laden.

3. Ist die Robustheit des Geräts relevant?

Ja, das Navi sollte wetterfest und stoßresistent sein, um auch bei Regen und schwierigen Strecken zuverlässig zu funktionieren.

4. Welche Bildschirmgröße ist optimal?

Ein gut lesbares Display, auch bei Sonneneinstrahlung, ist wichtig. Größen zwischen 2,5 und 4 Zoll (ca. 10 cm) sind ideal für eine klare Sicht während der Fahrt. Die Geräte im Test brachten es auf Abmessungen von 2,6 bis 3,8 Zoll.

5. Was unterscheidet günstige von teuren Fahrradcomputern?

Teure Modelle bieten in allen Umgebungen gut ablesbare, hochauflösende Displays. Zudem bieten sie oft innovative Features, digitale Klingeln und Sprachansagen bei der Navigation. Top-Modelle punkten zudem mit einer durchdachten Software-Architektur: So bieten sie etwa vollautomatische Synchronisation mit Diensten wie Komoot oder Strava, bei der Routen und Trainingsdaten in Echtzeit automatisch abgeglichen werden.

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