Die WSG Tirol nutzte den zweiten Matchball zum Klassenerhalt und spielt dank dem 1:1 (1:0) gegen Schlusslicht FC Blau-Weiß Linz in der 31. und vorletzten Runde der Qualigruppe der Bundesliga-Saison 2025/26 auch in seine achte Spielzeit im Oberhaus. In der letzten Runde geht es für Kapitän Valentino Müller & Co. zum ebenfalls vorzeitig geretteten WAC um Ex-WSG-Coach Thomas Silberberger. Wo für das Semlic-Team im Falle eines Sieges sogar noch das BL-Europacup-Play-off-Halbfinale gegen die SV Oberbank Ried winkt. Vorab WATTENER WORTSPENDEN nach der großen Befreiung im „Heiligen Land“.

Auch in der achten Saison in Folge rollt der WSG Tirol-Bus durch die Bundesliga-Landschaft. Auch dank dem Punktgewinn des anderen West-Klubs aus Altach
„Ich bin sehr stolz auf den ganzen Verein“
Philipp Semlic (Cheftrainer WSG Tirol) über seine Emotionen nach dem Klassenerhalt:
„Ich bin normalerweise schon immer einer, der es relativ gut auf den Punkt bringen kann. Das glaube ich von mir schon zu behaupten. Es gehen natürlich bei mir unglaublich viele Gefühle durch den ganzen Körper. Einerseits den Punkterekord mit der WSG zu machen mit unseren Jungs, mit den Voraussetzungen, die wir haben.
Dann trotzdem noch im unteren Playoff in solche Troubles zu kommen durch die Punkteteilung. Das spricht aber trotzdem für die Jungs vom Charakter her, weil wir es am Ende dann hochverdient geschafft haben. Ich bin sehr stolz auf den ganzen Verein. Nicht nur auf die Spieler, ich möchte auch mein Trainerteam erwähnen, das mit das Kleinste ist in der ganzen Bundesliga.
Wir müssen richtig eng zusammenarbeiten und investieren, damit wir solche Leistungen bringen können. Das kommt viel zu kurz und daher möchte ich das auch herausstreichen. Wir freuen uns, heute dieses Ziel erreicht zu haben. Bitte mich bis Mittwoch nicht kontaktieren. Die Spieler auch nicht.“
„Der Klassenerhalt ist immer etwas Besonderes für die WSG Tirol mit unseren Möglichkeiten“
Stefan Köck (Manager Sport WSG Tirol) über die Bedeutung des Klassenerhalts:
„Es war wie alle Jahre. Der Klassenerhalt ist immer etwas Besonderes für die WSG Tirol mit unseren Möglichkeiten. Das ist nicht selbstverständlich. Heuer war es schon extrem und nervenaufreibend, wenn man das sieht, dass man in der 31. Runde bis zur 95. Minute zittern muss. Dann muss man rausschauen und wieder 15 Minuten zittern.
Eine richtig crazy Qualifikationsrunde. Ich habe immer gesagt, diese Mannschaft hat Charakter. Wir haben in der Qualirunde unsere Probleme gehabt, aber sind immer wieder zurückgekommen. Ich bin wahnsinnig stolz auf das ganze Team, auf das Trainerteam, auf jeden, der mitgeholfen hat, dass wir das schaffen, weil es keine Selbstverständlichkeit ist als WSG.“

Entgegen dem Hinspiel in der Qualigruppe ließen Abwehrhüne Jamie Lawrence und die WSG Tirol diesmal gegen Ronivaldo und den FC Blau-Weiß Linz keine fünf Treffer zu und standen bis auf den 1:1-Ausgleich von Simon Seidl sicher in der Defensive.
„Gerade hier in der Heimat und für den Tiroler Fußball“
Lukas Hinterseer (Stürmer WSG Tirol) über die Bedeutung des Klassenerhalts:
„Das bedeutet mir extrem viel. Gerade hier in der Heimat zweimal den Klassenerhalt zu schaffen, das ist für uns als WSG fast wie eine Meisterschaft. Das muss man ehrlich sagen, mit den Möglichkeiten, die wir haben.
Das jetzt zweimal hintereinander zu schaffen, letztes Jahr drei Spieltage vor Schluss, dieses Jahr ein Spieltag vor Schluss, ist etwas Besonderes. Gerade hier in der Heimat und für den Tiroler Fußball.“
„Ich bin tot, ich bin müde, also alle Emotionen sind in mir“
Nikolai Baden Frederiksen (Torschütze WSG Tirol) über…
…den Klassenerhalt:
„Ich bin glücklich. Das waren schwierige elf Spiele. Es lief nicht so, wie wir es erhofft hatten. Zuerst kämpften wir um Platz 6 und jetzt stehen wir hier und sind glücklich, dass wir es geschafft haben. Ich bin tot, ich bin müde, also alle Emotionen sind in mir.“
…sein Tor:
„Ein Tor ist ein Tor, egal wie es dann reingeht. Wenn sie mir diesen Platz geben, dann muss ich das probieren und ich habe es probiert.“
„…es ist immer noch derselbe Spirit in dieser Mannschaft“
…seine zweite Zeit bei der WSG Tirol:
„Das letzte Mal war ich hier ganz alleine, das war ganz anders. Da waren so viele Sachen in meinem Kopf und dann wollte ich wieder gehen und bin dann auch gegangen. Aber jetzt bin ich hier und die Menschen bedeuten mir sehr viel. Das war auch einer der Gründe, warum ich hierhergekommen bin.
Deshalb geht es auch so gut, weil ich mich wohlfühle. Das bedeutet den Menschen viel, der Mannschaft viel. Wir dürfen nächstes Jahr in Wattens spielen in der Bundesliga, das macht es noch schöner.“
…die Mannschaft:
„Es ist so ein tolles Team und immer wieder schaffen sie es. Der Coach, der Manager, die Mannschaft, wir sind eigentlich eine große Familie. Das war genauso beim letzten Mal, als ich hier war. Es sind nur mehr drei oder vier Spieler da von damals, aber es ist immer noch derselbe Spirit in dieser Mannschaft. Wie man heute gesehen hat, war es kein gutes Spiel, aber wir haben gefightet und gekämpft.“
Peter Stöger (Sky Experte) über WSG Tirol:
„Kompliment jedes Jahr von meiner Seite an die WSG. Sie hatten bis jetzt kein Heimstadion, das macht es nicht einfacher. Ohne Heimstätte das in der budgetären Situation zu schaffen. Köck schafft es immer wieder, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen, in der immer wieder Spieler herausstechen. Er schafft es immer wieder, dass sie die Liga halten.“
Siehe auch:
FC Blau-Weiß Linz vor Klassenerhalt-Finale vs. GAK 1902: „Haben es in eigener Hand“
WSG Tirol remisiert und rettet sich, FC Blau-Weiß Linz mit „Finale dahoam“ gegen GAK 1902
SPIELFILM im Ligaportal-LIVETICKER
Statement-Quelle: Sky Sport Austria
Fotocredit: WSG Tirol und Gepa-Admiral