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Düsseldorf (NRW) – Bittere Niederlage für Verona Pooth (58). Die Moderatorin und Unternehmerin verlor am 11. Mai vor dem Düsseldorfer Landgericht eine Schadensersatzklage (Az.: 9a O 382/24) gegen ihren Versicherungsmakler. Es ging um eine Summe in Höhe von 675.000 Euro. Doch die Richter der Spezialkammer 9 A für Versicherungen ließen Verona Pooth abblitzen.
Rückblick: An Heiligabend 2021 stiegen Einbrecher in die Villa von Verona Pooth und ihrem Mann Franjo (56) in Meerbusch ein, stahlen Veronas wertvollen Schmuck, der bis heute auch nicht wieder aufgetaucht ist. Die Versicherung erstattete einen Teil des Schadens: 975.000 Euro. Doch Verona Pooth war überzeugt, dass sie durch eine falsche Beratung unterversichert gewesen sei, zog vor Gericht und forderte weitere 675.000 Euro von dem Makler ihrer Hausratsversicherung.

Bild der Zerstörung: Nach dem Einbruch in ihre Villa in Meerbusch bei Düsseldorf an Heiligabend 2021 räumt Verona Pooth (damals 53) Glasscherben beiseite
Foto: Privat
Verona Pooth: Deshalb verlor sie die Klage
Damit scheiterte sie jetzt. Begründung des Gerichtes: „Es lag keine Pflichtverletzung durch den Versicherungsmakler vor. Er hat alle von Frau Pooth angegebenen Wertgegenstände ordnungsgemäß in eine Excel-Tabelle eingeführt und ihr diese Liste zukommen lassen. Es gab keine Einwände“, sagt eine Gerichtssprecherin auf BILD-Anfrage. „Darüber hinaus konnte Frau Pooth keine Nachweise darüber erbringen, dass sie der Versicherung schriftlich Mitteilung über weitere, im Laufe der Zeit gekaufte Wertgegenstände gemacht hat.“
Mehr zum ThemaDer gestohlene Schmuck war ihre Altersvorsorge
So berichtete BILD über den Einbruch in der Villa von Verona und Franjo Pooth an Heiligabend 2021. Als die Diebe kamen, hielt sich die Familie bei seinen Eltern auf
Foto: BILD
Besonders bitter für Verona Pooth: Neben dem emotionalen Verlust habe sie auch einen erheblichen finanziellen Schaden erlitten, sagte Pooth im März zu BILD. Den Großteil des geklauten Schmucks habe sie von ihrem selbst verdienten Geld gekauft, auch als Alters- und Vermögensvorsorge. „Ich habe über fünfundzwanzig Jahre mein ganzes Geld in Schmuck investiert. Das war mein Lebenswerk. Andere kaufen Aktien oder Immobilien. Ich habe gezielt hochwertigen Schmuck gekauft. Diamanten, Gold und Markenstücke von Rüschenbeck, Cartier und Rolex. Schmuck verliert nicht an Wert“, sagte sie damals.
Jetzt die herbe Niederlage: Das Landgericht Düsseldorf hat die Klage gegen den Versicherungsmakler abgewiesen. Zuvor war der Versuch einer gütlichen Einigung gescheitert. Verona Pooth hat jetzt einen Monat Zeit, um Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Inzwischen leben Verona und Franjo Pooth (hier im Januar 2025) mit ihrem Sohn Rocco (14) in Dubai
Foto: Dubai Finanz