Für drei Profis des SK Sturm Graz ist der Traum von der Weltmeisterschaft vorerst geplatzt: Jusuf Gazibegovic, Emir Karic und Arjan Malic wurden von Bosnien-Teamchef Sergej Barbarez nicht in den endgültigen WM-Kader berufen. Das Trio steht lediglich auf Abruf bereit und könnte nur im Fall von Verletzungen noch nachnominiert werden.

Nur Alajbegovic aus heimischer Bundesliga im Kader

Besonders bitter ist die Entscheidung für Karic. Der Linksverteidiger hatte erst im vergangenen Jahr vom ÖFB zum bosnischen Verband gewechselt – auch mit Blick auf die Chance, bei einer WM-Endrunde dabei zu sein. Nun reicht es trotz solider Leistungen in Graz vorerst nicht für das 26-Mann-Aufgebot.

Auch Gazibegovic verpasst das Turnier in Nordamerika. Der Außenverteidiger gehörte in den vergangenen Jahren regelmäßig zum bosnischen Nationalteam und absolvierte sein bislang letztes Länderspiel im September ausgerechnet gegen Österreich. Bei Malic dürfte hingegen die fehlende Spielzeit im Frühjahr ausschlaggebend gewesen sein.

Aus der heimischen Bundesliga ist damit nur Kerim Alajbegovic von FC Red Bull Salzburg im bosnischen WM-Kader vertreten. Der 18-Jährige spielt eine starke Saison und hatte zuletzt auch im Nationalteam mit dem verwandelten Elfmeter im WM-Playoff gegen Wales auf sich aufmerksam gemacht.

Angeführt wird das Aufgebot von Routinier Edin Džeko sowie Ermedin Demirović und Tarik Muharemović. Auch Ex-Austrianer Haris Tabaković ist Teil des Kaders.

Bosnien startet am 12. Juni gegen Gastgeber Kanada in die WM. Weitere Gruppengegner sind die Schweiz und Katar.

Foto: SK Sturm Graz