Was in Österreich in gelben Abfallsäcken und -tonnen landet, ist wird diese Woche rund um den Eurovision Songcontest (ESC) in Wien sinnvoll eingesetzt. Es handelt sich um wiederverwendeten Plastikmüll, der in einer Sortieranlage im Ennshafen an der Grenze zwischen Oberösterreich und Niederösterreich zunächst getrennt, dann zu Kunststoffgranulat verarbeitet wurde.
Im Verpackungsunternehmen Greiner Packaging in Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf) wurden daraus fertige – vor allem erneut recyclbare – Mehrwegbecher produziert. „Mit den ESC-Mehrwehrtbecher zeigen wir, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert“, betont Firmen-Chefin Beatrix Praeceptor. Das Unternehmen mit 30 Standorten, darunter auch in Deutschland, und insgesamt knapp 5000 Mitarbeitern produziert den offiziellen Trinkbecher für den Songcontest und Begleitveranstaltungen gemeinsam mit der Altstoff Recycling Austria, kurz ARA, dem Energiekonzern OMV und dem Unternehmenszusammenschluss Borouge, einem führenden Anbieter von Polyolefinen.
Der Mehrwegbecher wurde in einer begrenzten Edition mit 100 000 Stück hergestellt. Nach dem Songcontest sollen sie, wie Greiner Packaging mitteilte, entweder recycelt oder an soziale Einrichtungen gespendet werden. Nach Firmenangaben würden rund fünf Tonnen an Primärrohstoffen eingespart.