Apple soll bei der nächsten Generation der Apple Watch andere Prioritäten setzen als zuletzt spekuliert. Statt einen Fingerabdrucksensor in die Smartwatch zu integrieren, liege der Fokus demnach eher auf größeren Akkus und weiterentwickelten Gesundheitssensoren.
Quickread: Auf einen Blick
Apple soll bei der Apple Watch stärker auf Akku und Gesundheitssensoren setzen.
Touch ID dürfte laut Bericht vorerst keine Priorität haben.
Ein Fingerabdrucksensor würde zusätzlichen Platz und Kosten verursachen.
Größere Designänderungen werden für 2026 nicht erwartet.
Ein Redesign könnte frühestens 2028 kommen.
Das berichtet der chinesische Leaker „Instant Digital“ in einem Post auf Weibo. Dieser widerspricht damit jüngeren Spekulationen, wonach Apple Touch ID für kommende Apple-Watch-Modelle vorbereiten könnte. Nach seiner Darstellung sei Apple weiterhin zufrieden damit, dass Nutzerinnen und Nutzer die Uhr über das gekoppelte iPhone entsperren können.
Touch ID ist Apples Fingerabdruckerkennung. Sie wird etwa zum Entsperren von Geräten oder zum Bestätigen von Zahlungen genutzt. Bei der Apple Watch gibt es Touch ID bislang nicht; die Uhr wird in der Regel per Code oder über das gekoppelte iPhone entsperrt.
Warum Touch ID schwierig wäre
Ein Fingerabdrucksensor würde in der Apple Watch zusätzlichen Platz beanspruchen. Genau dieser Platz ist in einer Smartwatch besonders knapp, weil Akku, Sensorik, Display, Funkmodule und Gehäusedesign eng aufeinander abgestimmt werden müssen. Dem Bericht zufolge soll Apple deshalb derzeit keinen Vorteil darin sehen, internen Raum und zusätzliche Kosten für Touch ID einzuplanen.
Zuvor hatten Code-Hinweise nahegelegt, dass Apple Touch ID für die Apple Watch Series 12 oder die Apple Watch Ultra 4 prüfen könnte. Denkbar wäre dabei ein Sensor unter dem Display oder eine Integration in die Seitentaste, ähnlich wie bei einigen iPad‑Modellen. Bestätigt ist ein solcher Schritt jedoch nicht.
Akkulaufzeit bleibt ein zentrales Thema
Dass Apple den Akku stärker gewichten soll, passt zur bisherigen Kritik an der Apple Watch. Viele Modelle müssen je nach Nutzung täglich oder nach wenigen Tagen geladen werden. Konkurrenzprodukte, vor allem aus dem Sport- und Outdoor-Bereich, kommen oft deutlich länger ohne Ladegerät aus. Für Apple wäre eine bessere Laufzeit daher ein nachvollziehbarer Ansatz, ohne das Bedienkonzept der Uhr grundlegend zu verändern.
Größere Designänderungen werden für die Apple Watch des Jahres 2026 laut Bericht ebenfalls nicht erwartet. Ein umfassenderes Redesign soll frühestens 2028 realistisch sein. In diesem Zusammenhang wird auch weiterhin über neue Gesundheitstechnik spekuliert, darunter eine nicht-invasive Blutzuckermessung. Diese Funktion befinde sich dem Bericht zufolge aber weiterhin in einem frühen Entwicklungsstadium.
Stefan Keller So ganz habe ich auch beim Code-Fund im vergangenen Sommer nicht verstanden, was genau Apple mit Touch ID auf der Apple Watch vorhat. Ich könnte mir vielleicht vorstellen, dass eine zweite Ebene für sensible Aktionen, beispielsweise Bezahlen mit Apple Pay, geschaffen wird. Aber grundsätzlich finde ich nicht, dass Touch ID einen besonders hohen Mehrwert bringen würde. Man benötigt den Code zum Entsperren ja vergleichsweise selten.
Von daher laufe ich konform damit, dass sich Apple dem Akku und vielleicht neuen Sensoren zuwenden will. Akku ist immer gut. Während ich mit meinen gut zwei Tagen wohl eher obenauf bin, was die Laufzeit angeht, ist das dennoch zu wenig, um den Schlaf sinnvoll zu tracken – eine Funktion, die die Uhr theoretisch besitzt.