Der stagflationäre Schock infolge der Schließung der Straße von Hormus wirft einen langen Schatten auf die Weltwirtschaft. Wir haben unsere globale Wachstumsprognose für 2026 bereits um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert, wobei Energieimporteure (darunter der Euroraum) am stärksten betroffen sind. Wir sehen nach wie vor gute Chancen für eine verhandelte Wiedereröffnung im Mai, was die Folgen deutlich begrenzter ausfallen ließe als nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 – begünstigt durch ein solides Momentum vor der Krise und eine weniger angespannte Arbeitsmarktlage. Dennoch bleibt das Risiko einer anhaltenden Unterbrechung hoch. Je länger die Störung andauert, desto (überproportional) stärker steigen der Wachstumsdruck und der Inflationsschub, da hohe Energiepreise durch handfeste Versorgungsengpässe noch verschärft werden könnten.

In unserem Basisszenario erscheint die von den Märkten eingepreiste Erwartung von zwei bis drei EZB-Zinserhöhungen übertrieben; wir rechnen lediglich mit einer einzigen „Versicherungserhöhung“ im Juni. Höhere Laufzeitprämien dürften die Renditen von Bundesanleihen in einer breiten Spanne halten, was eine neutrale Positionierung bei der Duration stützt.

Reichlich globale Liquidität und ein solides Gewinnwachstum stützen die V-förmige Erholung an den Aktienmärkten. Angesichts nach wie vor erhöhter geopolitischer Risiken haben wir Aktien vorerst auf Benchmark-Gewichtung zurückgeführt und drücken durch eine Übergewichtung von Credit gegenüber Staatsanleihen eine leicht risikofreundliche Haltung aus. EUR/USD würde von einer Wiedereröffnung der Straße profitieren, wenngleich die Korrelation zum Ölpreis seit dem Waffenstillstand im April abgenommen hat.

Von Dr. Thomas Hempell, Head of Macro & Market Research bei Generali Investments

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