Jannik Sinner ist nicht nur die Nummer 1 der Weltrangliste – der Italiener spielt offenbar auch die erfolgreichsten Stopps.

von Florian Goosmann

zuletzt bearbeitet:
11.05.2026, 17:01 Uhr

Jannik Sinner

© Getty Images

Jannik Sinner

Denkt man an Stopps im Welttennis, fallen einem vor allem diese Namen ein: Carlos Alcaraz und Alexander Bublik. Und das zurecht: Wie eine Statistik des geschätzten Kollegen Matthew Willis von der Seite The Racquet zeigt, ist Bublik mit Abstand der Akteur, der in den Spielzeiten 2025 und 2026 die meisten Stopps angesetzt hat – auf Hartplatz und auf Sand. 

8,5 Prozent von Bubliks gesamten Schlägen sind Stopps, mit gemischten Ergebnissen. Auf Sand macht der Kasache 50 Prozent Punkte mit dem “Drop-Shot.“ Auf Hartplatz, wo er knapp 6 Prozent seiner Schläge als Stopps ansetzt, sind es 56 Prozent.

Mit Abstand dahinter: Ben Shelton, der auf Sand zu 4,9 Prozent den Stop wählt (Erfolgsquote: 55 Prozent), dann folgt Luciano Darderi.

Und erst dann: Carlos Alcaraz. Der aktuell verletzte spanische Weltranglisten-Zweite setzt auf Sand zu 4,3 Prozent auf den Stopp, bei einer Erfolgsquote von 60 Prozent. Auf Hartplatz gewinnt “Carlitos” ebenfalls stolze 59 Prozent seiner Stoppversuche (3,3 Prozent). 

Sinner mit den smartesten Stoppversuchen

Die Nummer 1 in Sachen Ausbeute hingegen: Jannik Sinner. Der Italiener spielt auf Hartplatz zu 1,8 Prozent einen Stoppball (Erfolgsquote: 60 Prozent) und auf Sand zu 3,4 Prozent (Erfolgquote: 66 Prozent). Er ist damit der einzige, der auf beiden Belägen auf mehr als 60 Prozent in Sachen “erfolgreicher Stoppversuch” kommt. Was einerseits für Sinners Händchen spricht, andererseits für seinen Blick für die Situation. Denn Sinner wählt den Stopp extrem schlau – eben dann, wenn die Chancen auf einen Punktgewinn auch wirklich gut aussehen. Und meist, wenn er sich im Feld befindet (Alcaraz setzt ihn ja gerne auch mal aus schlechteren Positionen an.)

Lustig auch: Daniil Medvedev, Hartplatzfan und Sandhasser, hat auf Hartplatz eine deutlich besserer Punkteausbeute mit dem “Drop Shot” – bei 62 Prozent (Hartplatz) im Vergleich zu 51 Prozent (Sand).

Der Tour-Durchschnitt an Stopps auf allen Belägen beträgt übrigens 2,2 Prozent.

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