Im Herbst 2021 war die Überraschung in Graz über das Ergebnis der Gemeinderatswahl groß. Viele Grazer:innen können sich heute noch an ihr Staunen und ihre Gefühle von damals erinnern.
Auch international war das Interesse am Wahlsieg der KPÖ groß. Graz stand im internationalen Rampenlicht: Medien von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bis hin zur New York Times berichteten. Elke Kahr wurde die erste Frau, die erste Tochter einer Grazer Arbeiterfamilie und die erste Kommunistin an der Spitze der zweitgrößten Stadt Österreichs.
Was hat sich seither in Graz getan?
Nicht mehr Investoreninteressen, Lobbys und teure Prestigeprojekte stehen im Mittelpunkt, sondern die alltäglichen Bedürfnisse, Anliegen und auch Sorgen der Grazerinnen und Grazer. „Unser Blick auf viele Fragen wird nicht ein Blick von oben sein, sondern auch ein Blick von unten“, betonte Elke Kahr in der Rede bei ihrer Angelobung als Bürgermeisterin: „Wer mächtig ist, braucht keine Hilfe – das brauchen andere, die nicht im Rampenlicht stehen.“
Bundes- und Landesregierung bedienen weiter eine superreiche Klientel und kürzen bei Menschen, die keine Lobby haben. In Graz halten wir mit sozialer und solidarischer Politik dagegen. Hilfsbereitschaft und Solidarität sind für uns keine Schimpfwörter, sondern ein tägliches Bemühen. Viele Menschen in unserer Stadt sagen: Graz ist freundlicher geworden. Es sind viele kleine Schrauben, an denen gedreht wurde. Oft taugten sie vielleicht nicht für große Schlagzeilen oder sensationelle Meldungen, aber sie haben sichergestellt, dass
Soziales in Graz nicht untergeht.
Trotz Wirtschaftskrise und budgetären Lasten aus der Vergangenheit haben Elke Kahr und die KPÖ in der Stadtregierung und im Gemeinderat vieles auf den Weg gebracht. Mit der vorliegenden Bilanz wollen wir die Grazer Bevölkerung informieren. Wir haben viel erreicht. Und es gibt noch viel zu tun. Das zeigen die folgenden Seiten. Sie zeigen vor allem, dass es auch in diesen Zeiten anders geht
und man mit entsprechendem Einsatz auch gegen den Strom schwimmen kann.