„In der Wohnung wurde gefilmt“, räumte die bulgarische Zeugin ein. Ihre Aufgabe sei es gewesen, „die Speicherkarten zu wechseln und im Internet hochzuladen.“ Die Frage, ob sie wisse, wer die Inhalte erhalten habe, verneinte sie. Der Name Grozev sei gefallen, wobei ihr erklärt worden sei, dass dieser „wegen Korruption verfolgt ist.“ Sie sei „nur ein bis zwei Mal pro forma gegangen, weil ich Angst hatte, dass mich diese Leute beobachten.“ Dann habe sie aufgehört, versicherte die 49-Jährige, die in Wien als Ordinationshelferin beschäftigt war, wurde im Dezember 2024 wegen mutmaßlicher Beteiligung am geheimen Nachrichtendienst zum Nachteil der Republik Österreich festgenommen. Dem Antrag auf Verhängung der U-Haft wurde aber nicht Folge gegeben, das Landesgericht Wien setzte die Frau gegen gelindere Mittel wieder auf freien Fuß.