Im Januar startete der Survival-Thriller Send Help in den Kinos und feierte mit einem weltweiten Einspielergebnis von 90 Millionen US-Dollar einen soliden Erfolg. Damit konnte der Film das 2,5-fache seines Budgets einspielen. Doch seitdem er im Streaming verfügbar ist, schießt er so richtig durch die Decke. Send Help landet in gleich 56 Ländern auf Platz 1 der Disney+-Charts (via Flixpatrol ).
Survival-Thriller Send Help löst Der Teufel trägt Prada ab
Auch in Deutschland streamt Send Help seit dem 7. Mai bei Disney+ und hält sich seitdem an der Spitze. In den USA verdrängte der blutige Thriller sogar den Dauerbrenner Der Teufel trägt Prada vom Thron der Hulu-Filmcharts (via CBR ). Auch abseits des Abonnements läuft der Film im digitalen Kaufgeschäft stark. Auf Amazon befindet sich der Horror-Thriller derzeit auf Rang drei der US-Charts, im Apple-TV-Store sogar auf Platz vier.
Grund für den Überflieger könnten die guten Kritiken sein, die dem Film vorauseilen. Aber auch die Handlung dürfte viele ansprechen, die sich täglich mit einem nörgelnden Chef herumschlagen müssen.
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Streaming-Hit Send Help liefert Horrortrip im Paradies
In Send Help wird die ehrgeizige Unternehmensstrategin
Linda Liddle (Rachel McAdams) bei einer Beförderung übergangen. Der Sohn ihres früheren Chefs
erhält den Job. Ausgerechnet die beiden sind nach einem Flugzeugabsturz die einzigen Überlebenden auf einer einsamen Insel. Während sie anfangs noch versuchen, zusammenzuarbeiten, entwickelt sich schnell ein psychologischer Machtkampf ums Überleben.
Flugzeugabstürze auf einsamen Inseln wurden im Film schon unzählige Male gezeigt. Wenn die Überlebenden ein Mann und eine Frau sind, entwickelt sich daraus meist eine Liebesgeschichte. Auch McAdams ist vor allem aus romantischen Filmen bekannt. Das schürt Erwartungen, die Evil Dead-Regisseur Sam Raimi völlig auf den Kopf stellt und daraus einen packenden Horrorfilm mit dichter Atmosphäre macht.
Das clevere Drehbuch wird auch bei Rotten Tomatoes gefeiert, wo der Film 93 Prozent erhält. Moviepilot-Redakteur Max Wieseler zeigt sich ebenfalls in seinem ausführlichen Film-Check begeistert:
Trotz der Laufzeit von satten 113 Minuten hält Send Help die Spannung konstant, wenn das Psychospiel von Kontrolle und Manipulation im Minutentakt die Dynamik der Figuren mit sich wechselnden Machtverhältnissen stetig in neue Richtungen lenkt.