UGREEN hat mit dem Maxidok ein Thunderbolt-5-Dock mit integriertem M.2-Steckplatz auf den Markt gebracht. Eine hohe Anschlussvielfalt, schnelle Schnittstellen und eine Ladeleistung von 140 W über einen Anschluss sollen das Dock auszeichnen. Wir haben uns die All-in-one-Lösung genauer angeschaut.

UGREEN bietet zahlreiche Docks an. Diese reichen von kompakten Reise-Docks für unterwegs, bis zu größeren Docks mit zahlreichen Anschlüssen für den stationären Einsatz auf dem Schreibtisch. Das Maxidok stellt die Speerspitze dieser Produktgruppe bei UGREEN dar. Insgesamt gibt es 17 Anschlüsse, die den verschiedenen Übertragungsmöglichkeiten dienen, sei es Netzwerk, Video, externe Speicher oder die Stromversorgung der angeschlossenen Geräte.

Anstatt mehrere Kabel etc. an das Notebook anzustecken, reicht es bei einem solchen Dock aus, ein einziges Kabel zu nehmen, einzustecken und viele Übertragungsdienste laufen nun über das Dock. Der eventuell angeschlossene Monitor (oder mehrere) wird direkt angesteuert und auch der Akku direkt geladen. Über Thunderbolt 5 ist eine Bandbreite von bis zu 120 GBit/s möglich. Dies erfolgt dann unidirektional, also nur in einer Richtung. Bidirektional sind 80 GBit/s möglich. Ein externes Netzteil versorgt das Maxidok mit bis zu 240 W.

Das UGREEN Maxidok kommt auf Abmessungen von 133 x 133 x 55 mm und ist damit in etwa so groß wie ein Mini-PC. Das Gewicht von 870 g spielt für ein stationäres Gerät sicherlich weniger eine Rolle. Das Gehäuse ist in Blaugrau und Bronzefarben gehalten.

Der Uplink des UGREEN Maxidok erfolgt per Thunderbolt 5. Das dazu passende Kabel liegt bei, genau wie das externe Netzteil zur Stromversorgung. Über das Uplink-Kabel erfolgt die Stromversorgung des angeschlossenen Notebooks mit bis zu 140 W. Damit sollten auch leistungshungrige Geräte ausreichend versorgt sein bzw. der Akku auch im Betrieb geladen werden können.

Etwas kompliziert wird es bei der Abwärtskompatibilität. Grundsätzlich ist Thunderbolt immer abwärtskompatibel. Windows-Notebooks mit Thunderbolt 4 können problemlos am Maxidok verwendet werden. Solche mit Thunderbolt 3 hingegen nicht. Geräte mit USB4 hingegen sind kein Problem.

Für die MacBooks von Apple gilt, dass auch solche mit Thunderbolt-3-Unterstützung mit dem Maxidok von UGREEN problemlos zusammenarbeiten.

UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Dockingstation UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Dockingstation

Darüber hinaus bietet das UGREEN Maxidok die folgenden Anschlüsse:

1x Thunderbolt 5 (Uplink)2x Thunderbolt 53x USB-C (10 GBit/s)3x USB-A (10 GBit/s)1x 2.5GbEanaloge Audioanschlüsse1x DisplayPort 2.11x Kartenleser (SD und TF)1x interner M.2-Steckplatz

Die beiden Slots der Kartenleser befinden sich an der Front, damit diese leicht zugänglich sind. Auch die drei USB-C-Anschlüsse sind hier zu finden. Zwei dieser Anschlüsse können jeweils bis zu 60 W an angeschlossene Geräte liefern. Auch einen Kopfhörerausgang finden wir an der Front des Maxidok. Auf der Rückseite befinden sich die weiteren Anschlüsse, die allesamt oben aufgeführt sind.

Theoretisch können bis zu drei Displays über das Maxidok betrieben werden. Die maximale Auflösung liegt bei 8K bei 60 Hz oder geringere Auflösungen mit bis zu 240 Hz. Maßgeblich für die Anzahl der anzusteuernden Displays verantwortlich ist jedoch das Notebook, welches am Dock angeschlossen ist. Vor allem bei den MacBooks gibt es hier große Unterschiede. Je nach M-Chip sind nur ein externes Display bei 4K@60Hz oder zwei bei 6K@60Hz möglich.

Transferraten und Ladeleistung nachgemessen

Für die Messung der Transferraten haben wir unter anderem eine Western Digital WD_BLACK P50 (Test) verwendet. Diese unterstützt USB 3.2 Gen2x2 bzw. Thunderbolt 4 mit bis zu 20 GBit/s. Externe Massenspeicher mit Thunderbolt 5 bzw. USB4 v2 sind noch rar gesät und lagen uns für diesen Test auch nicht vor.

An einem MacBook Pro mit Apple M4 Pro können wir den Thunderbolt-5-Anschluss vollends ausnutzen. Die vollen Transferraten hingegen nicht, aber schon die WD_BLACK P50 kommt in etwa auf 3,5 GB/s in beiden Richtungen. Dies ist natürlich aber auch abhängig von der Geschwindigkeit der externen SSD.

Über die USB-A-Anschlüsse sind wir mittels eines schnellen USB-Sticks auf etwa 350 MB/s in beide Richtungen gekommen. Gerade bei größeren Datenmengen bieten sich die USB-C-Anschlüsse demnach an.

Die 2.5GbE-Schnittstelle konnten wir mittels entsprechender Anbindung an das Netzwerk und eines schnellen Netzwerkgeräts ebenfalls auslasten.

Insgesamt liefert das externe Netzteil bis zu 240 W an das UGREEN Maxidok. Alleine bis zu 140 W verfallen auf den Uplink vom Dock zum Notebook. Zwei der drei USB-C-Anschlüsse teilen sich eine maximale Versorgung von 60 W. Die beiden Thunderbolt-5-Anschlüsse versorgen eine externe SSD mit jeweils 15 W. Hinzu kommen dreimal 4,5 W über die USB-A-Anschlüsse. Somit kommen wir theoretisch auf 243,5 W, die aber sicherlich nur in den seltensten Fällen voll ausgeschöpft werden.

Interner M.2-Steckplatz

Nicht zum ersten Mal sehen wir einen M.2-Steckplatz in einem Dock. Im Falle des Maxidok von UGREEN werden NVMe-SSDs in den Formaten 2230, 2242, 2260 und 2280 und entsprechend der maximalen Länge von 80 mm unterstützt. Hinsichtlich der Kapazität oder in der Bestückung der SSDs mit NAND-Chips (ein- oder zweiseitig) gibt es keinerlei Einschränkungen. Ein beiliegendes Wärmeleitpad verbindet die Oberfläche der SSD mit der Abdeckung des M.2-Steckplatzes.

Angebunden ist der M.2-Steckplatz mit vier PCI-Express-4.0-Lanes. Theoretisch sind somit bis zu 8 GB/s möglich. Dem Maxidok liegt ein Schraubendreher bei, mit dem sich die Schraube der Abdeckung und die der Arretierung lösen lassen.

UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Dockingstation UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Dockingstation

Verbaut haben wir eine Crucial T705. Bei dieser handelt es sich um eine PCIe-5.0-SSD, die eine Leserate von 13,6 GB/s und eine Schreibrate von 10,2 GB/s erreichen können soll. Am verwendeten MacBook Pro sind wir auf 3,8 GB/s für das Lesen 2 GB/s für das Schreiben von Daten gekommen. Direkt in einem Notebook verbaut kommen moderne SSDs auf deutlich höhere Transferraten. Für einen in einem Dock verbauten Speicher halten wir die erreichten Übertragungsraten aber für ausreichend.

Eine aktive Kühlung als Aber

Wohl auch wegen der Stromversorgung von insgesamt bis zu 240 W sowie der intern verbauten M.2-SSD hat sich Ugrenn dazu entschieden, im Maxidok eine aktive Kühlung zu verbauen. Ein kleiner Lüfter befindet sich hinten im Boden des Docks und bläst die warme Luft nach hinten aus dem Gehäuse.

Im Praxistest mussten wir feststellen, dass dieser Lüfter bereits bei geringer Nutzung des Docks anläuft. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Notebook am Dock betrieben und mit etwa 20 W geladen wird. Selbst bei vollem Notebook-Akku, einem angeschlossenen Display sowie einer externen SSD ist die Leistungsaufnahme offenbar schon so hoch, dass die Steuerung den Lüfter zum Drehen bringt. Bis etwa 60 W verbleibt die Drehzahl des Lüfters auf niedrigem Niveau. In leiser Umgebung ist er aber durchaus hörbar. Ein meist passives MacBook Pro macht das aktiv gekühlte Maxidok somit im Zweifel zu einem Störfaktor.

UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Dockingstation

Ob der drehende Lüfter in diesen niedrigen Leistungsstufen notwendig ist, zweifeln wir dabei an. Das Dock wird gerade einmal handwarm. Hier dürfte UGREEN die Lüftersteuerung gerne anpassen und erst ab beispielsweise 60 W überhaupt die Lüfter anlaufen lassen.

Fazit

Mit der gebotenen Anschlussvielfalt sowie der Möglichkeit, eine interne M.2-SSD zu verbauen und bis zu 140 W an ein angeschlossenes Gerät zu liefern, ist das UGREEN Maxidok gut ausgestattet. Darüber hinaus sind die gebotenen USB-C- und USB-A-Anschlüsse schnell und liefern im Falle der USB-C-Anschlüsse auch noch bis zu 60 W.

Mit dem Dock wird der Nutzer in die Lage versetzt, mit nur einem Kabel eine Vielzahl an Geräten anzuschließen. Dazu gehören mehrere Displays, Ethernet, aber auch ein schnell angebundener interner NVMe-Speicher. Bei den Geschwindigkeiten der Anschlüsse gibt es wenig auszusetzen. Neben Thunderbolt 5 wird auch USB4 unterstützt. Neben DisplayPort hätte es gerne auch einen HDMI-Ausgang geben dürfen und auch 10GbE hätten wir gerne genommen.

An der Verteilung der Anschlüsse dürfte der ein oder andere Nutzer Kritik üben. So fehlt es uns vorne am Gehäuse an einem USB-A-Anschluss, der noch immer nicht ganz aus dem Alltag verschwunden ist.

UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Dockingstation

Weniger gut gefällt uns die aktive Kühlung des Maxidok bzw. die Tatsache, dass dieser Lüfter viel zu früh loslegt. Eine konservativere Lüftersteuerung wäre hier sicherlich angebracht. Die Abmessungen spielen im stationären Office-Einsatz sicherlich weniger eine Rolle. Die Optik ist wie immer Geschmackssache. Das externe Netzteil mit der notwendigen Verkabelung ist wohl ein hinzunehmendes Übel. Schicker wäre sicherlich ein internes Netzteil gewesen. Bei den Docks ist eine derartige Versorgung aber üblich.

UGREEN sieht für das Maxidok eine unverbindliche Preisempfehlung von 459,99 Euro vor. Im Handel ist es schon für 420 Euro zu bekommen. Dies ist viel Geld für ein Dock, allerdings sind ähnlich ausgestattete Konkurrenzprodukte mit Thunderbolt 5 auch nicht günstiger.

UGREEN Maxidok

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