Der Prozess findet im Justizgebäude Salzburg statt

Der Prozess findet im Justizgebäude Salzburg statt

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APA/BARBARA GINDL

Ein ehemaliger Familienhelfer des SOS-Kinderdorfs Seekirchen am Wallersee (Flachgau) ist am Mittwoch in Salzburg wegen Missbrauchsvorwürfen verurteilt worden. Dem 58-jährigen Mann wurde zur Last gelegt, sich in den Jahren 2017 bis 2019 mehrfach an zwei unmündigen Mädchen vergangen zu haben. Beide Kinder waren damals unter 14 Jahre alt. Das Gericht verurteilte ihn zu neun Monaten Haft, sechs davon zur Bewährung. Der Richterspruch ist nicht rechtskräftig.

Konkret warf die Staatsanwaltschaft Salzburg dem Mann vor, an den beiden im SOS-Kinderdorf untergebrachten Mädchen „geschlechtliche Handlungen in Form wiederholter Berührungen im Brust- und Schambereich“ vorgenommen zu haben. Die Anklage lautet darum auf die Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs und des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen. Da der Beschuldigte dabei seine Stellung als Beschäftigter in einer Erziehungsanstalt ausgenützt hat, wird ihm zudem auch das Vergehen des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses angelastet. Der Mann unterstützte damals die Kinderdorfmutter bei ihrer Arbeit und war bereits gut zehn Jahre lang in dem Job tätig. Zum Einsatz kam er vor allem dann, wenn die Kinderdorfmutter auf Urlaub war oder sie einige Tage Zeitausgleich hatte.