Belgorod ist das erste Gebiet in Russland, auf das der Moskauer Angriffskrieg mit Zerstörungen ähnlich wie in der Ukraine zurückschlägt. Es dient der russischen Armee als Aufmarschgebiet für Angriffe auf die ukrainische Großstadt Charkiw und als logistischer Knotenpunkt. Deshalb beschießen die ukrainischen Streitkräfte immer wieder Ziele der Armee oder der Infrastruktur in Belgorod. Auch kleinere Orte dichter an der Grenze liegen unter Feuer.
Gladkow galt eigentlich als Gouverneur, der sich in dieser Krisensituation bewährt hat. Russische Medien schlossen nicht aus, dass der 57-Jährige auf einen Posten in der Regierung wechseln könnte. Im Grenzgebiet Kursk hatte Putin schon 2024 nach dem überraschenden Vorstoß der ukrainischen Armee den Gouverneur wegen Versagens ausgetauscht.
Ungarn bestellt nach Angriff auf Ukraine russischen Botschafter ein
Ungarn bestellt nach dem russischen Drohnenangriff auf die Westukraine am Dienstag den Botschafter Moskaus ein. Außenministerin Anita Orbán werde die Attacke bei dem Gespräch verurteilen und den Gesandten fragen, wann Russland den mehr als vier Jahre andauernden Krieg beenden wolle, sagte der neue Ministerpräsident Peter Magyar.

Anita Orbán, Ungarns neue Außenministerin. (Quelle: Robert Hegedus)
Im Mittelmeer gesunken: Russisches Schiff transportierte Teile eines Kernreaktors
Der Untergang der „Ursa Major“ gibt weiter Rätsel auf. Nun äußert sich die spanische Regierung – und berichtet von einem Geständnis des Kapitäns. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Krise an Nato-Ostflanke: Lettlands Regierung zerbricht nach Drohnenvorfall
Nach einem Drohnenvorfall musste der lettische Verteidigungsminister sein Amt räumen. Am Streit darüber zerbricht nun die Regierungskoalition. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Slowakei: Verwirrung um geschlossene Grenzübergänge zur Ukraine
Die Slowakei hat am Mittwoch überraschend alle Grenzübergänge zur Ukraine geschlossen. Zunächst hatte den ungewöhnlichen Schritt die staatliche Finanzverwaltung mitgeteilt, die unter anderem für den Zoll zuständig ist. In einer kurzen Pressemitteilung hieß es zunächst: „Aus Sicherheitsgründen sind heute seit etwa 15.00 Uhr bis auf Widerruf alle Grenzübergänge an der Grenze zur Ukraine geschlossen. Die Finanzverwaltung empfiehlt der Öffentlichkeit, die aktuellen Informationen zu verfolgen und die Anweisungen der Mitarbeiter Finanzverwaltung und Polizei zu befolgen.“
Der TV-Nachrichtensender TA3 berichtete schon kurz danach unter Berufung auf die Polizei, die Übergänge seien nach etwa zwei Stunden wieder geöffnet worden. Die Schließung sei von der Ukraine ausgegangen, die slowakischen Behörden hätten darauf nach Absprache reagiert. Aus ukrainischen Quellen erfuhr der Sender schließlich, dass offenbar russische Drohnenangriffe im grenznahen Gebiet Karpato-Ukraine der Anlass für die Grenzschließung durch die ukrainischen Behörden gewesen war.
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