Der Entwurf sei keineswegs “ein harmloser Bürokratieabbau”, informierte am Mittwoch auch der Naturschutzbund Salzburg. Geschäftsführerin Ingrid Eichberger sah eine gefährliche Verschiebung der Prioritäten: “Weniger Kontrolle, schnellere Verfahren und mehr Spielraum für Verbauung – ohne die eigentlichen strukturellen Probleme der Raumordnung anzugehen.” Das Kernproblem in Salzburg sei seit Jahren nicht primär “zu viel Naturschutz”, sondern eine kleinteilige, politisch stark beeinflussbare Raumordnung auf Gemeindeebene. “Dadurch entsteht ein Fleckenteppich aus Einzelentscheidungen, der langfristig jetzt schon zu Zersiedelung, Bodenverbrauch und dem Verlust wertvoller Lebensräume geführt hat.” Dabei würden gesunde und fruchtbare Böden künftig an Bedeutung gewinnen – für die regionale Landwirtschaft, aber auch als Filter und Speicher für Trinkwasser.