„Krone“: Johannes, euer letzter Österreich-Auftritt war im Sommer 2025 als Vorband von Iron Maiden im Wiener Happel-Stadion. Ihr habt quasi die Ursuppe des Heavy Metal begleitet – wie war das für dich?
Johannes Eckerström: Das ist lustig, denn als ich zuletzt nach Wien geflogen bin, habe ich das Stadion von oben gesehen. Das war das erste Mal, dass ich wo hinflog, wo ich die Venue, in der wir spielten, schon so deutlich von oben sah. (lacht) Mit Iron Maiden waren wir etwas in Übung, weil wir vor insgesamt rund 200.000 Menschen bei drei Konzerten in Brasilien mit ihnen dabei waren. Da kamen natürlich die Fanboy-Gefühle in mir hoch. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich bei einer Avatar-Show zuvor schon mal ähnlich nervös war. Als ich 15, 16 war, habe ich Iron Maiden das erste Mal daheim in Stockholm gesehen und für uns schloss sich mit diesen Konzerten ein Kreis. Als wir „Blood Brothers“ hörten, nachdem wir selbst auf derselben Bühne waren, flossen die Tränen. Man muss sich diese Bühne aber zu eigen machen. Man darf seine 45 Minuten nicht damit verbringen, zu überlegen, wie Bruce Dickinson sie nach einem beackern würde. Man muss sie zerstören. Zum Glück haben wir darin viel Übung, denn wir können das.