
Need for Speed? «Top Gun» kehrt zum 40. Jubiläum zurück ins Kino.
IMAGO / ZUMA Press Wire
«Feel the need for speed»? Vor 40 Jahren wurde Tom Cruise mit «Top Gun» weltberühmt und ist sein Image als «verrückter Hund» bis heute nicht losgeworden. blue News verrät dir fünf Fakten, die du über den Kultfilm garantiert nicht weisst.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
«Top Gun» war 1986 der umsatzstärkste Film des Jahres und spielte weltweit 356,8 Millionen US-Dollar ein.2022 erschien die lang erwartete Fortsetzung «Top Gun: Maverick»: Tom Cruise war wieder dabei, dieses Mal als Fluglehrer.«Top Gun» kehrt zum 40. Jubiläum zurück auf die Grossleinwand: Erlebe den Kultfilm und seine Nachfolger nochmals bei blue Cinema.Ein dritter Film ist in Planung, das Startdatum steht aber noch nicht fest. Ebenso wenig, ob Cruise erneut an die Elite-Flugschule «Top Gun» zurückkehrt.
Vor 40 Jahren feierte «Top Gun» mit Tom Cruise in der Hauptrolle als draufgängerischer Kampfpilot Maverick Premiere. Der Film prägte eine ganze Generation: Sonnenbrillen, Lederjacken und der ikonische Soundtrack machten den Film zum Sinnbild der 80er-Jahre-Popkultur.
Der Film von Regisseur Tony Scott war nicht nur an den Kinokassen ein Erfolg, sondern beeinflusste auch Mode, Musik und sogar das Image der US Navy. Kritiker*innen bezeichnen den Film bis heute als kriegsverherrlichend oder als Werbefilm für die US Navy.
Für Tom Cruise bedeutete «Top Gun» den endgültigen Durchbruch in Hollywood. Der damals junge Schauspieler wurde über Nacht zum Superstar und stieg in die oberste Liga der Traumfabrik auf. Doch fast wäre er nie Maverick geworden: Hier sind fünf Fakten über «Top Gun», die du garantiert noch nicht kennst.
Tom Cruise nicht erste Wahl
«Top Gun» ohne Tom Cruise? Das ist kaum vorstellbar. Doch der Hollywood-Star war ursprünglich nicht die erste Wahl. Zunächst war John Travolta für die Rolle als «Maverick» vorgesehen. Nachdem sich das Studio jedoch nicht mit dessen Agenten einigen konnte, wurden die Verhandlungen abgebrochen. Tom Cruise war neuer Top-Favorit.

John Travolta ist durch «Saturday Night Fever» zum Star geworden.
-/dpa
Doch auch Tom Cruise lehnte die Rolle zunächst ab. Genauso wie Patrick Swayze, Emilio Estevez, Nicolas Cage, John Cusack, Matthew Broderick, Sean Penn, Michael J. Fox, Scott Baio und Tom Hanks. Keiner von ihnen hatte Interesse an dem Flugzeug-Blockbuster.
Produzent Jerry Bruckheimer jedoch wollte Tom Cruise unbedingt für das Filmprojekt gewinnen. Er musste den damals 22-Jährigen für die Rolle überreden und arrangierte dafür einen Flug mit einem Kunstflugpiloten der Blue Angels.
Nach der Landung soll Cruise laut Bruckheimer direkt zu einer Telefonzelle gerannt sein, um den Produzenten anzurufen. Seine Worte: «Ich mache den Film. Ich liebe es. Ich bin dabei.»
Sprungbrett für Meg Ryan und Kelly McGillis
In den 1990er-Jahren war Meg Ryan eine der gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods. Die US-Amerikanerin spielte in Klassikern wie «Harry und Sally», «Schlaflos in Seattle» oder «E-m@il für dich» mit und prägte damit Generationen. Den Durchbruch hatte Meg Ryan jedoch mit ihrer Rolle in «Top Gun» als Frau von Mavericks bestem Freund und Fliegerkollegen Goose geschafft.

Nach einer achtjährigen Pause kehrt Hollywoodstar Meg Ryan mit der Rom-Com «What Happens Later» auf die Leinwand zurück.

Mit «Top Gun» schaffte sie ihren Durchbruch. In den 90er Jahren spielte Meg Ryan in mehreren Kino-Hits mit und prägte das RomCom-Genre. Hier beispielsweise in «Schlaflos in Seattle».

Auch Kelly McGillis erlangte mit «Top Gun» weltweite Bekanntheit.

In den 90ern spielte McGillis in eher mässig erfolgreichen Film und Serien mit. Anschliessend zog sie sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück.

Nach einer achtjährigen Pause kehrt Hollywoodstar Meg Ryan mit der Rom-Com «What Happens Later» auf die Leinwand zurück.

Mit «Top Gun» schaffte sie ihren Durchbruch. In den 90er Jahren spielte Meg Ryan in mehreren Kino-Hits mit und prägte das RomCom-Genre. Hier beispielsweise in «Schlaflos in Seattle».

Auch Kelly McGillis erlangte mit «Top Gun» weltweite Bekanntheit.

In den 90ern spielte McGillis in eher mässig erfolgreichen Film und Serien mit. Anschliessend zog sie sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück.
Auch für Kelly McGillis zahlte sich die Rolle in «Top Gun» aus. Die Schauspielerin wurde durch den Film international bekannt und spielte später in weiteren mässig erfolgreichen Produktionen mit.
Regisseur Tony Scott musste jedoch um ihre Besetzung kämpfen. Die Studiobosse wollten ursprünglich eine jüngere und «modischere» Schauspielerin an der Seite von Tom Cruise sehen.
Anpassungen im Drehbuch wegen US Navy
Das ursprüngliche Drehbuch für «Top Gun» musste an mehreren Stellen angepasst werden – unter anderem auf Wunsch der US Navy. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Figur Goose bei einer Kollision zweier Kampfjets ums Leben kommt. Die Marine lehnte diese Darstellung jedoch ab. Stattdessen wurde die Szene realistischer gestaltet: Im Film stirbt Goose bei einem Trainingsunfall.
Auch bei der Rolle von Kelly McGillis legte die Navy ein Veto ein. Die Filmpartnerin von Tom Cruise sollte ursprünglich eine Offizierin sein. Die Marine verweigerte jedoch die Genehmigung für ein Drehbuch, in dem zwei Offiziere eine Beziehung führen. Da die Filmemacher auf die Unterstützung der Navy angewiesen waren, wurde ihre Figur schliesslich in eine zivile Marineberaterin umgeschrieben, die die Leistungen der Piloten beurteilt.
Der Soundtrack «Danger Zone» wurde speziell für den Film komponiert und geschrieben. Der 80er-Hit von Kenny Loggins erreichte den zweiten Platz in den US‑Charts und wurde in mehreren Ländern mit Platin- und Gold ausgezeichnet.
Bevor Kenny Loggins mit «Danger Zone» den ikonischen Titelsong von «Top Gun» lieferte, waren zahlreiche andere Künstler im Gespräch. Unter anderem erhielten die damaligen Stars Toto, Bryan Adams, REO Speedwagon und Corey Hart die Möglichkeit, den Song aufzunehmen. Alle lehnten jedoch ab.
Bei Toto scheiterte eine Zusammenarbeit an rechtlichen Problemen. Bryan Adams wiederum wurde angefragt, entschied sich jedoch dagegen, da er den Film als kriegsverherrlichend empfand.
Erst danach fiel die Wahl auf Kenny Loggins. Zusätzlich spielte auch Columbia Records eine Rolle: Das Label hinter dem Soundtrack wollte möglichst einen Künstler aus dem eigenen Haus.
Hochglanzreklamespot für das US-Militär
Der Einfluss des Films war erheblich. So entwickelte sich «Top Gun» nicht nur zum weltweiten Kassenerfolg, sondern auch zu einem unerwartet wirksamen Instrument für die Rekrutierung der US Navy.
Vor zahlreichen Kinos wurden Rekrutierungsstände aufgebaut, um Besucher direkt nach den Vorstellungen anzusprechen. Mit Erfolg: Berichten zufolge stiegen die Rekrutierungszahlen der US Navy im Jahr nach dem Filmstart um bis zu 500 Prozent.
Kritiker*innen finden den Film auch heute noch kriegsverherrlichend.
Weitere Fortsetzung geplant
Der Erfolg des Films ist auch 40 Jahre nach der Weltpremiere ungebrochen: Auch wenn die Handlung dünn und vorhersehbar ist, hat sich «Top Gun» zu einem Kultfilm gemausert. Die Fortsetzung «Top Gun: Maverick», die 2022 in die Kinos kam, spielte 1,49 Milliarden US-Dollar ein.
Fans dürfen sich freuen. An einem Drehbuch für einen dritten «Top Gun»-Film werde derzeit gearbeitet, bestätigte das Filmstudio Paramount Pictures bei der CinemaCon-Messe in Las Vegas. Hollywood-Star Tom Cruise soll auch für den dritten Teil der Filmreihe wieder in den Kampfjet steigen, und auch Produzent Jerry Bruckheimer soll wieder dabei sein. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Beide Filme kannst du nochmals auf der grossen Leinwand schauen. «Top Gun» und «Top Gun: Maverick» bei blue Cinema.