Gröden – Eine Italienerin hat mit einer frei erfundenen Geschichte über den Tod ihrer schwangeren Tochter eine frühere Arbeitskollegin um mehr als 1500 Euro betrogen. Wie unter anderem stol.it unter Berufung auf die Carabinieri am Donnerstag berichteten, schickte die 53 Jahre alte Verdächtige ihrer Bekannten sogar angebliche Fotos der Beerdigung – erstellt mit Künstlicher Intelligenz.

Die beiden Frauen haben früher zusammen in einem Hotel in Südtirol gearbeitet. Über einen Messenger-Dienst nahm die 53-Jährige im Februar Kontakt zur ehemaligen Kollegin auf. Sie berichtete, dass ihre schwangere Tochter schwer erkrankt sei und in einer Spezialklinik in der Schweiz behandelt werde. Nun könne sie sich aber die Behandlungskosten von 1700 Euro pro Tag nicht mehr leisten, behauptete die Verdächtige.

Ihre Ex-Kollegin aus Südtirol folgte laut stol.it ihrem Mitgefühl und überwies mehrmals Geld. Schließlich behauptete die 53-Jährige, ihre Tochter sei nun verstorben, ihr Enkelkind habe aber überlebt. Zum Beweis verschickte sie Bilder eines Babys. Später folgten auch KI-generierte Bilder der angeblichen Trauerfeier.

Doch dann schöpfte ein Angehöriger Verdacht und begann der Geschichte nachzugehen. Er fand heraus, dass die Bilder gefälscht waren – und es wurde Anzeige erstattet. Die Carabinieri konnten im Zuge der Ermittlungen die Geldflüsse nachvollziehen und kamen so der Betrügerin auf die Spur.

Die 53-Jährige gab am Ende zu, die Geschichte frei erfunden zu haben, um an Geld zu gelangen. Sie wurde bei der Staatsanwaltschaft Bozen angezeigt. (APA, TT.com)