Die Zahl der Verkehrsunfälle ist sowohl österreichweit als auch in der Steiermark erneut gestiegen. Besonders betroffen sind Nutzerinnen und Nutzer von E-Bike- und E-Scooter. In der Region Murau-Murtal gab es insgesamt 388 Verkehrsunfälle. Einige verloren dabei ihr Leben.
MURTAL/MURAU. Die Unfallzahlen für das vergangene Jahr zeigen sowohl in der Steiermark als auch in der Region Murau-Murtal einen deutlichen Anstieg bei Verkehrsunfällen. Laut Statistik Austria verletzten sich im Jahr 2025 österreichweit mehr als 47.000 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, weitere 403 Personen kamen dabei ums Leben. Damit wurde der höchste Stand an Verletzten seit 2017 erreicht. Seit dem historischen Tiefstand im Corona-Jahr 2020 steigen sowohl die Zahl der Verkehrsunfälle als auch jene der Verletzten kontinuierlich an.
388 Verkehrsunfälle in der Region
Auch in der Steiermark zeigt sich dieser Trend deutlich. Im Jahr 2025 wurden knapp 5.600 Verkehrsunfälle registriert. Im Bezirk Murau wurden insgesamt 111 Verkehrsunfälle registriert. Dabei verunglückten insgesamt 146 Personen. Fünf Menschen verloren dabei ihr Leben. Insgesamt wurden 141 Personen verletzt, davon 35 schwer.

Im Bezirk Murtal wurden im Jahr 2025 insgesamt 277 Verkehrsunfälle verzeichnet. Dabei kamen insgesamt 367 Personen zu Schaden. Fünf Personen wurden tödlich verletzt. Insgesamt gab es 362 verletzte Personen, davon 86 Schwerverletzte.
Mutmaßliche Hauptunfallursache ist weiterhin überwiegend Unachtsamkeit und Ablenkung, gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit sowie Vorrangverletzung. „Dabei ist nicht angepasste Geschwindigkeit nicht gleichbedeutend mit Raserei oder dem Überschreiten des erlaubten Limits, sondern heißt, dass das zum Unfallzeitpunkt gewählte Tempo nicht den Verhältnissen angepasst war“, betont der ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.
Betroffene Verkehrsteilnehmer
Als wesentliche Ursache für diesen Anstieg gilt insbesondere die deutlich höhere Zahl an verunglückten E-Scooter- und E-Bike-Fahrerinnen und -fahrern. Auch der ÖAMTC mahnt daher verstärkte Vorsicht ein. Besonders im Fokus stehen dabei Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende sowie Nutzerinnen und Nutzer von E-Bikes und E-Tretrollern. Die steigenden Unfall- und Todeszahlen in diesen Gruppen erfordern gezielte Maßnahmen. Die Helmpflicht, die seit 1. Mai eingeführt wurde, ist ein erster Schritt. „Eine Helmpflicht kann zwar keine Unfälle vermeiden, aber die Unfallschwere minimieren und Leben retten“, erklärt Nosé.
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