
Xpeng Showroom in einem Einaufszentrum in Shenzhen, China.
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Laut „Financial Times“ prüft Xpeng den Kauf eines VW-Werks in Europa für den Ausbau seiner Produktion.
Der chinesische E-Auto-Hersteller stößt in Österreich an Kapazitätsgrenzen und sucht neue Fertigungsstandorte in Europa.
VW und Xpeng kooperieren bereits in China – nun könnte die Zusammenarbeit auf Europa ausgeweitet werden.
Das chinesische E-Auto-Start-up Xpeng beabsichtigt, seine Präsenz auf dem europäischen Markt massiv auszuweiten. Laut der „Financial Times“, verhandelt das Unternehmen mit Volkswagen über die Übernahme eines Werksstandortes in Europa.
Elvis Cheng, Geschäftsführer für Nordosteuropa, bestätigte demnach entsprechende Gespräche über geeignete Standorte. Aktuell lässt Xpeng seine Fahrzeuge beim Auftragsfertiger Magna Steyr in Österreich produzieren, stößt dort jedoch laut Cheng an Kapazitätsgrenzen. Neben dem Kauf bestehender Anlagen ziehe Xpeng auch den Neubau einer Fabrik in Erwägung, da die vorhandenen VW-Standorte laut Bericht teils als veraltet eingestuft werden.
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Kooperation als Expansionsbeschleuniger
Die Zusammenarbeit wäre eine Erweiterung der bereits bestehenden Allianz in China, in die Volkswagen 700 Millionen Dollar investiert hat. Während VW von der Software-Expertise der Chinesen profitiert, nutzt Xpeng das Wissen der Wolfsburger in der Skalierung.
Laut FT ist Xpeng aufgrund gekürzter Subventionen auf dem Heimatmarkt verstärkt auf das Exportgeschäft angewiesen. VW wiederum plant derzeit einen massiven Stellenabbau und die Reduzierung von Kapazitäten in Europa. Konzernchef Oliver Blume hatte bereits signalisiert, dass man die Übernahme ungenutzter Flächen durch chinesische Partner prüfe.
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Technologische Offensive ab 2026
Xpeng plant für das Jahr 2026 nicht nur die Erweiterung der Fertigung, sondern auch eine Produktoffensive. Wie das FT schreibt, sollen neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen auch E-Autos mit sogenannten Range-Extendern (Verbrennungsmotoren zur Reichweitenverlängerung) angeboten werden.
Ziel sei es, die technologische Stärke des Unternehmens stärker auf den europäischen Markt zu bringen. Co-Präsident Brian Gu betonte gegenüber dem Blatt zudem die Offenheit für weitere Kooperationen, um beim Markteintritt von lokalem Wissen zu profitieren.