
Die Landwirtschaftskammer rechnet mit „unterdurchschnittlichen Ernte“
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Die Niederschläge der vergangenen Tage konnten die Rekordtrockenheit im März und April bei Weitem nicht kompensieren, haben aber laut Landwirtschaftskammer-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger eine „absolut katastrophale Ernte“ verhindert. „Die jüngsten Niederschläge haben für die meisten Regionen und Betriebe eine leichte Erholung, aber längst keine echte Entwarnung gebracht“, sagte Moosbrugger zur APA. Es habe „nicht überall nennenswerten Niederschlag“ gegeben.
Österreich hat nach Angaben von Geosphere Austria heuer die trockenste März-April-Periode seit Beginn der Messungen im Jahr 1858 verzeichnet. Erst in der zweiten Mai-Woche gab es nennenswerten Niederschlag. „Angesichts der niedrigen Grundwasserspiegel sprechen viele, gerade in der Forstwirtschaft und bei Dauer- bzw. tiefwurzelnden Spezialkulturen, auch von einem Tropfen auf den heißen Stein“, sagte der Landwirtschaftskammer-Chef. Außerdem habe man „trotz fortgeschrittener Vegetation noch zu einem relativ späten Zeitpunkt Spätfröste und trotz warmer Tagestemperaturen schon mehrere Frostnächte“ gehabt. „Es war bisher kein Klimajahr für schwache Nerven“, so der oberste Bauernvertreter.