Trotz Rekordaufträgen und Expansionsplänen bricht die Rheinmetall-Aktie ein. Technische Faktoren und Panikverkäufe überlagern die positive operative Entwicklung.

Volle Auftragsbücher, ehrgeizige Expansionspläne und neue Allianzen — operativ läuft es bei Rheinmetall rund. An der Börse klaffen Realität und Stimmung derzeit allerdings weit auseinander. Der Rüstungskonzern navigiert durch eine unruhige Marktphase, in der selbst fundamentale Erfolgsmeldungen verpuffen.

Technischer Druck überlagert das Geschäft

Der einstige DAX-Liebling befindet sich in einem steilen Abwärtstrend. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.995 Euro hat das Papier mittlerweile fast 43 Prozent eingebüßt. Am Mittwoch markierte die Aktie bei knapp 1.120 Euro ein neues Jahrestief.

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Zwar erholte sich der Kurs am Donnerstag leicht auf 1.140,60 Euro. Auf 30-Tage-Sicht steht dennoch ein Minus von über 23 Prozent an der Kurstafel.

Ein Teil dieses Rückgangs ist technischer Natur. Am 13. Mai wurde die Aktie ex-Dividende gehandelt. Parallel dazu löste das Unterschreiten wichtiger Unterstützungsmarken automatisierte Verkaufswellen aus. Panikverkäufe verstärkten den Abwärtsdruck nach den jüngsten Quartalszahlen zusätzlich.

Großauftrag und Munitionsausbau

Dabei sendet das operative Geschäft völlig andere Signale. Auf der Rüstungsmesse BSDA in Bukarest bringt sich Rheinmetall für einen der größten Rüstungsaufträge Rumäniens in Stellung. Das Land plant die Beschaffung von 232 Schützenpanzern des Typs Lynx. Um den Deal abzusichern, bewirbt der Düsseldorfer Konzern gezielt Konzepte für eine lokale Produktion und Technologietransfers.

Im gleichen Schritt baut das Unternehmen seine Munitionskapazitäten massiv aus. Bis 2027 soll die jährliche Produktion von 155-Millimeter-Artilleriemunition auf 1,1 Millionen Schuss klettern. Bis zum Ende des Jahrzehnts plant der Vorstand eine weitere Ausweitung auf 1,5 Millionen Schuss.

Neue Allianzen und Rekordbestand

Abseits der klassischen Rüstung rückt die Abwehr von Drohnen in den Fokus. Gemeinsam mit der Deutschen Telekom plant Rheinmetall einen Schutzschirm für Städte und kritische Infrastruktur. T-Systems liefert die Detektoren, Rheinmetall steuert die physische Abwehr bei. Ziel ist es, insbesondere Mobilfunk-gesteuerte Drohnen abzufangen, die eine wachsende Bedrohung darstellen.

Zusätzlichen Schub bringt die Übernahme der Lürssen-Marinesparte. Das neue Segment startete direkt mit einem Auftragsbestand von 5,5 Milliarden Euro. Insgesamt türmen sich die Bestellungen inklusive Rahmenverträgen zum Ende des ersten Quartals auf den Rekordwert von 73 Milliarden Euro.

Das fundamentale Gerüst steht. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem organischen Umsatzwachstum von bis zu 31 Prozent. Das entspräche Erlösen zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro.

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