Archäologie
Ein Archäologenteam aus Salzburg hat in Griechenland einen spektakulären Fund gemacht: Bei Ausgrabungen auf der Insel Ägina stieß das Team unter anderem auf Schmuckstücke aus Gold. Für die Forschenden beginnt nun die wissenschaftliche Analyse des Schatzes.
14.05.2026 19.00
Online seit heute, 19.00 Uhr
Auf der griechischen Insel Ägina, wo die Universität Salzburg seit beinahe 60 Jahren forscht, wurde der Schatz gefunden. Der Goldschmuck stammt aus der Bronzezeit und ist außergewöhnlich gut erhalten. Während sich der Fund mittlerweile in der Obhut des griechischen Staates befindet, ist das Team rund um den Grabungsleiter Alexander Sokolicek bereits an den Fachbereich für Altertumswissenschaften der Universität Salzburg zurückgekehrt.
Für Sokolicek stellt sich vor allem die Frage nach der Herkunft der Funde. „Gold und Edelsteine werden weder auf der Insel noch in der unmittelbaren Umgebung gefunden. Das bedeutet, dass sie von weit her importiert worden sein müssen. Entweder hat man das Gold eingekauft und den Schmuck auf der Insel selbst hergestellt, oder man hat die Schmuckstücke bereits anderswo erworben und sie anschließend den Verstorbenen mitgegeben“, so Sokolicek.
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Der Goldschatz wurde auf der griechischen Insel Ägina ausgegraben

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Das Team rund um den Grabungsleiter Alexander Sokolicek (rechts) ist wieder zurück am Fachbereich für Altertumswissenschaften

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Das Team hoffte bei der Grabung auf Alltagsgegenstände – umso größer war die Überraschung, als das erste Goldstück auftauchte

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Der Schatz von Ägina wird bald viele Antworten liefern. Davon ist das Salzburger Forschungsteam überzeugt
Gefahr vor Grabräuberei
Die Objekte wurden bereits im vergangenen September entdeckt, der Fund jedoch bewusst lange geheim gehalten. Auch jetzt zeigt sich der Fachbereich für Altertumswissenschaften beim Bildmaterial zurückhaltend, da die Gefahr durch Grabräuber zu groß sei, erklärt der Archäologe Alexander Sokolicek: „Grabräuberei hat es immer schon gegeben und gibt es nach wie vor, weil Gold ganz einfach Menschen anzieht, die man vielleicht nicht unbedingt dabeihaben möchte.“
Goldschatz-Fund in Griechenland
Ein Achäologenteam aus Salzburg hat in Griechenland einen spektakulären Fund gemacht: Bei Ausgrabungen auf der Insel Ägina ist man unter anderem auf Schmuckstücke aus Gold gestoßen. Der glänzende Schatz stammt aus der Bronzezeit und befindent sich jetzt in der Obhut des Staates Griechenland. Das Forschungsteam ist wieder zurück an der Universität Salzburg, wo die Arbeit jetzt weitergeht.
Noch viele Fragen offen
Welchen materiellen Wert der Fund hat, ist noch unklar. Für das Archäologen-Team steht jedoch eine andere Frage im Mittelpunkt. Für Alexander Sokolicek sind Beziehungen und Zusammenhänge wesentlich wichtiger: „Da spielt das Material eine untergeordnete Rolle. Viel bedeutender ist, was wir daraus lesen können und was wir über die Menschen erfahren. Das wiegt mehr als irgendwelche materiellen Hinterlassenschaften.“ Das Salzburger Forschungsteam ist überzeugt, dass der Schatz von Ägina weitere Antworten auf diese Fragen liefern wird.