Der SC Austria Lustenau hat nach zwei Jahren Zweitklassigkeit die Rückkehr in die Bundesliga geschafft. Die Vorarlberger feierten in der letzten Runde der 2. Liga vor vollem Haus einen 2:1-Heimsieg gegen den SKU Amstetten. Damit waren die Grün-Weißen aus Lustenau nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen.

Lustenau belohnt sich für starken Beginn
Der SC Austria Lustenau übernahm von Beginn an die Kontrolle und versuchte früh, das Spiel in die gewünschte Richtung zu lenken. Die erste große Diskussion ließ auch nicht lange auf sich warten: In Minute elf tankte sich Mame Wade stark in den Strafraum, wurde dort von Felix Köchl mit einem Stoß von hinten zu Fall gebracht, Schiedsrichter Arnes Talic ließ jedoch weiterspielen. Nach Ansicht der TV-Bilder eine äußerst knifflige Szene, bei der ein Elfmeterpfiff durchaus vertretbar gewesen wäre.
Die Lustenauer blieben trotzdem am Drücker und wurden für ihren Aufwand belohnt. Mohamed-Amine Bouchenna spielte einen perfekt getimten Steilpass in den Lauf von Jack Lahne, der rechts im Strafraum cool blieb und eiskalt ins lange Eck zum 1:0 einschob (23.). Die Vorarlberger wirkten insgesamt strukturierter, hatten mehr Ballbesitz und ließen die Gäste kaum einmal sauber ins letzte Drittel kommen.
Amstetten versuchte vor allem mit schnellem Kombinationsspiel durch die Mitte gefährlich zu werden, biss sich aber immer wieder an der kompakten Defensive rund um Kapitän Matthias Maak die Zähne aus. Wirklich brenzlig wurde es erst kurz vor der Pause: Nach einer unübersichtlichen Szene sprang der Ball im Strafraum an die hochgestreckte Hand von Pius Grabher. Auch hier blieb die Pfeife stumm, obwohl die Wiederholung zeigte, dass ein Elfmeter zumindest diskutiert werden konnte.
Kurz darauf gab es auf der anderen Seite die nächste enge Szene. Wade ging nach einem Duell mit Amstetten-Goalie Estevao im Strafraum zu Boden, doch erneut entschied Talic sofort auf Ball gespielt.
Amstetten macht die Partie spannend, doch ein Elfmeter bringt die Lustenauer zurück in die Bundesliga
Kurz nach dem Seitenwechsel schlugen dann aber die Gäste aus dem Mostviertel zu: Eine Freistoßflanke prallte von der Latte zurück in den Strafraum, wo Niklas Pertlwieser zum Flugkopfball kam und diesen zum 1:1 ins Tor setzte (47.). Praktisch im Gegenzug wurde es auf der anderen Seite brandgefährlich, doch im Kollektiv konnten die Amstettner das Unentschieden vorerst halten.
Die Hausherren blieben dennoch am Drücker und bekamen nach etwas mehr als einer Stunde zurecht einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Bouchenna von Deinhofer am Schienbein getroffen worden war. Delaye übernahm die Verantwortung und verwandelte trocken zum 2:1 (64.).
Aufgrund der zeitgleichen 1:0-Führung des SKN St. Pölten entwickelte sich eine nervöse Schlussphase aus Sicht der Lustenauer. Amstetten versuchte weiter Druck aufzubauen, Lustenau verteidigte aber leidenschaftlich und ließ nur noch wenig klare Chancen zu. Auf der anderen Seite verpassten die Hausherren bei Kontern die endgültige Entscheidung, etwa durch Abubakar oder Bouchenna.
Einen Gegentreffer durften sich die Lustenauer unter keinen Umständen erlauben, die große Ausgleichschance hatte sich für die Mostviertler aber ohnehin nicht ergeben und so bejubelte Austria Lustenau die Rückkehr in die höchste Spielklasse.
SC Austria Lustenau – SKU Amstetten 2:1 (1:0)
Donnerstag, 14.05.2026 (17:00 Uhr); SUN MINIMEAL Arena, Lustenau; 5.138 Zuschauer; SR Arnes Talic.
Austria Lustenau: Schierl; Gmeiner, Maak, Voisine, Ibertsberger; Grabher, Delaye (86./Gorzel); Lahne (71./Abubakar), Wade (90.+1/William), Bouchenna (86./Ismailcebioglu); Jastremski; Trainer: Markus Mader.
SKU Amstetten: Estevao; Deinhofer, Offenthaler, Pertlwieser; Köchl (85./Davies), Eisschill (85./Wimhofer), Wimmer, Gragger; Peham, Steiger (76./Grubhofer), Schönegger (46./Mayer); Trainer: Patrick Enengl.
Tore: Lahne (23.), Delaye (64./Elfmeter) bzw. Pertlwieser (47.)
Gelbe Karten: Wade, Bouchenna, Ibertsberger, Grabher bzw. Köchl, Pertlwieser, Mayer
Fotocredit: Lukas Biereder/lb-photo.com