Kulturstadträtin Kaup-Hasler und Bezirksvorsteher Zankl (beide SPÖ)

Kulturstadträtin Kaup-Hasler und Bezirksvorsteher Zankl (beide SPÖ)

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APA/Schütz

„Geschichte entsteht, indem wir zurückblicken und neu lesen lernen.“ Unter diesem von Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler formulierten Motto ist Mittwochnachmittag in Wien-Meidling im „Kabelwerk“ eine Gedenktafel enthüllt worden, die an ein ehemals dort befindliches NS-Zwangsarbeiterlager erinnert. „Viele Menschen wurden hier zur Arbeit gezwungen und waren unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt“, meinte Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ) bei einem kurzen Festakt.

Unter dem Credo „Niemals vergessen“ werde ein klares „Zeichen des Erinnerns und der Verantwortung“ gesetzt, so der SPÖ-Politiker: „Das sind ja nicht nur Namen, das sind Schicksale, die hinter diesen Tafeln stehen.“ An einer Backsteinwand der früheren Kabel- und Drahtwerke AG (KDAG) in der Oswaldgasse im Bezirksteil Altmannsdorf wird nun konkret der „deportierten jüdischen Frauen und Männer aus Ungarn“ gedacht, die in der Zeit des Nationalsozialismus von 1944 bis April 1945 hier Zwangsarbeit leisten mussten.