Baden gilt ja in Niederösterreich als die Kurstadt schlechthin. Schon die Römer wussten die Thermalquellen vor Ort zu schätzen, und der Kaiser hatte seine Sommerresidenz in dem lieblichen Städtchen vor den Toren Wiens. Auch heutzutage sind die Kurgäste gewissermaßen das wirtschaftliche Rückgrat des Tourismus in Baden. Klar, dass der angekündigte Sparkurs bei Reha- und Kuraufenthalten im Rathaus die Alarmglocken schrillen lässt.

 Sparpaket mitbeschlossen
„Immerhin entfallen 63 Prozent aller Nächtigungen auf Reha- und Kurgäste“, rechnet Stadtrat Stefan Eitler (Grüne) vor. Die Gesundheitseinrichtungen in Baden bieten rund 490 stationäre Plätze und mehr als 200.000 ambulante Therapien pro Jahr. Der Oppositionspolitiker übt Kritik an Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli, die für die ÖVP auch im Nationalrat sitzt. „Sie hat im Parlament dem Sparpaket sogar zugestimmt“, wettert Eitler. „Bis jetzt gibt es zu den Sparmaßnahmen bei Kur- und Reha-Mitteln nur eine Überschrift“, kontert die Stadtchefin. Sobald Fakten vorliegen und Klarheit herrsche, wie die Rahmenbedingungen aussehen, werde sie Gespräche in den entscheidenden Gremien führen.