Anfang des Jahres deutete vieles auf einen Klassenerhalt-Zweikampf zwischen dem FC Blau-Weiß Linz (damals wie heute Schlusslicht) und dem GAK 1902 (damals wie derzeit Vorletzter) hin. Im Herbst waren die Grazer selbst Letzter, ehe sie am 23. November durch einen 2:1-Coup beim SK Rapid die Rote Laterne an die Linzer abgaben und seither nie mehr Schlusslicht waren. In der Qualigruppe betrug der Vorsprung sogar zwischenzeitlich neun Punkte auf einen Abstiegsplatz, auf dem zwischenzeitlich auch der WAC lag. In der letzten Runde braucht der GAK noch einen Punkt, um gerettet zu sein. Doch die Blau-Weißen sind enorm heimstark.

Winterneuzugang Mathias Olesen ist ein Faktor im Mittelfeld des GAK 1902, schied allerdings zuletzt im Heimspiel gegen den SCR Altach bereits  nach 19 Spielminuten verletzungsbedingt aus. Für den Dänen kam der frühere FC Blau-Weiß Linz-Akteur Tobias Koch. Die Grazer hoffen, dass Olesen rechtzeitig für das „Finale“ um den Klassenerhalt fit sein wird.

„Wir fahren voller Zuversicht und mit breiter Brust nach Linz, denn wir kennen unsere Qualitäten“

Die Ausgangslage vor dem Showdown und letzten Spiel des GAK in Linz am morgigen Samstag (17 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) ist klar: Die Steirer haben es selbst in der Hand und würden mit einem Punkt in der oberösterreichischen Hauptstadt den Verbleib im Oberhaus fixieren. Der Last-Minute-Ausgleich gegen den SCR Altach und die gezeigte Moral nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand vor den eigenen Fans hat dem Feldhofer-Team einen Riesen-Motivationsschub mitgegeben.

GAK 1902-Sportdirektor Tino Wawra blickt auf die Partie bei seinem ehemaligen, langjährigen Klub mit vollem Optimismus: 

„Wir fahren voller Zuversicht und mit breiter Brust nach Linz, denn wir kennen unsere Qualitäten und haben sie im Unteren Play-off mehrfach unter Beweis gestellt. Auch wenn das Comeback gegen Altach nicht den Klassenerhalt gebracht hat, glaube ich, dass es dennoch ein großer zusätzlicher Booster für die Mannschaft war. Es hat gezeigt, dass wir nie aufgeben, immer weitermachen und große Mentalität in der Mannschaft steckt. Diese Tugenden werden wir am Samstag auch benötigen.“

In Betracht auf die hitzige Stimmung im Stadion vertraut der 46-Jährige beim Gastspiel in seiner Geburtsstadt ganz auf die Nervenstärke der Mannschaft: „Wir müssen gut auf die Stimmung im Donaupark vorbereitet sein. Das Stadion wird kochen, sowohl im Heim- als auch im Gästebereich, aber wir kennen die Situation aus der letzten Saison. Unsere Aufgabe wird es sein, trotzdem Ruhe auszustrahlen und kühlen Kopf zu bewahren. Die Linzer Fans werden ordentlich Stimmung machen, aber auch alle mitreisenden Roten werden uns lautstark unterstützen und uns in wichtigen Momenten zur Seite stehen.“

Fragezeichen hinter Mittelfeldstabilisator Mathias Olesen

Zur aktuellen Kadersituation und möglichen Ausfällen gibt Tino Wawra folgendes Update: „Kadertechnisch schaut es momentan sehr gut aus, lediglich hinter Mathias Olesen steht ein kleines Fragezeichen. Wir sind aber vorsichtig optimistisch, dass er bis Samstag fit ist.“

Zu verzichten haben die Rotjacken weiterhin auf die Langzeitverletzten Yannick Oberleitner, Thomas Schiestl und Zétény Jánó.

Die Blau-Weißen haben ähnlich wie die Grazer Athletiker eine Saison mit Höhen und Tiefen hinter sich. Die Mannschaft des deutschen Cheftrainers Michael Köllner, der in der Winterpause das Zepter übernahm, ist bekannt für ihr schnelles Umschaltspiel und ihre Heimstärke. Als einziger der 12 Klubs gewannen die Linzer in der Finalrunde alle Heimspiele (4S), bei einem beachtlichen Torverhältnis von 14:2.

Zahlreiche GAK-Fans werden sich auf den Weg nach Linz machen, um das Feldhofer-Team beim „Klassenerhalt-Krimi“ zu unterstützen.

Auswärtssektor am Donaupark ausverkauft

Bei ihren beiden jüngsten Auswärtsauftritten zeigten sich Simon Seidl & Co. jedoch verwundbar, konnten dabei nur einen Punkt sammeln. Für die Gastgeber geht es ebenfalls um den Liga-Verblieb. Im Gegensatz zu den Grazern brauchen sie jedoch einen Sieg im direkten Duell.

Personell fehlen werden den Stahlstädtern voraussichtlich Routinier Thomas Goiginger und der deutsche Innenverteidiger Elias Bakatukanda, während Kapitän Fabio Varesi-Strauß nach seiner Gelbsperre wieder einsatzbereit ist.

Die Steirer vertrauen auch auf ihren prächtigen Fan-Support. Der Auswärtssektor ist ausverkauft! Knapp 700 Rote werden Kapitän Daniel Maderner & Co. in diesem Endspiel um den Klassenerhalt unterstützen.

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Fotocredit: Gepa-Admiral und RiPu-Sportfotos