Alles oder nichts: Für Blau-Weiß Linz und den GAK geht es am Samstag (ab 17:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>) im direkten Duell der letzten Runde um den Verbleib in der ADMIRAL Bundesliga.

Während das Schlusslicht aus Oberösterreich im Heimspiel im Hofmann Personal Stadion zum Siegen verdammt ist, reicht den Grazern schon ein Punkt.

Sonst geht es noch um die Teilnahme am Europacup-Playoff. Der Zweite WAC empfängt den Vierten WSG Tirol, Qualigruppen-Sieger Ried ist beim Dritten Altach zu Gast.

GAK gewann die letzten beiden Duelle

Die Grazer haben ein Plus von drei Punkten auf das Tabellenende, würden bei Punktegleichheit aber fix als Letzter durchs Ziel gehen, da ihre Punktzahl nach dem Grunddurchgang im Gegensatz zu jener von Altach, WSG und BWL nicht abgerundet wurde.

Dieses Szenario wollen die Gäste unbedingt vermeiden und nehmen sich ein Beispiel an den jüngsten beiden direkten Duellen, die die Steirer mit 3:1 und 2:1 jeweils in Graz für sich entscheiden konnten.

„Die Spieler wirken sehr fokussiert, konzentriert und gehen die Reise mit einem sehr guten Gefühl an, weil sie wissen, dass wir die letzten beiden Spiele gegen sie gewonnen haben“, sagte GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer.

Volles Haus

Im ersten Saisonaufeinandertreffen in Linz setzten sich aber die Blau-Weißen mit 3:0 durch. So wie damals werden mehr als 5.000 Anhänger, darunter 700 GAK-Fans, für ordentlich Stimmung sorgen.

„Das Stadion wird kochen, sowohl im Heim- als auch im Gästebereich, aber wir kennen die Situation aus der letzten Saison. Unsere Aufgabe wird es sein, trotzdem Ruhe auszustrahlen und kühlen Kopf zu bewahren“, erläuterte GAK-Sportdirektor Tino Wawra, der BWL-Vergangenheit hat.

Gewarnt ist er auch durch die Heimstärke der Linzer. Mit vier Siegen in vier Spielen, dazu ein Torverhältnis von 14:2 hätte die Heimausbeute im „unteren Playoff“ nicht besser sein können.

„Wir waren schon unter der Erde“

„Wir mussten bisher in jedem Spiel quasi gewinnen, um dabei zu bleiben, die Situation ist für uns also nichts Neues“, betonte Blau-Weiß-Coach Michael Köllner.

Dem „Showdown-Spiel“ fiebert der Deutsche entgegen. „Über uns ist schon der Totengesang angestimmt worden, wir waren schon unter der Erde halb eingegraben, aber wir sind trotzdem noch da und werden es morgen richten.“

Das „euphorische Publikum“ sei auf dem Weg dorthin ein wichtiger Faktor. Die Grazer Ausgangslage könne den Heimischen auch in die Karten spielen. „Auf ein Unentschieden spielen, ist immer schwierig“, meinte Köllner, der einen Verbleib als Trainer auch in der 2. Liga zumindest nicht ausschloss.