Newsblog zur US-Politik

USA stoppen Verlegung von Truppen nach Polen

Aktualisiert am 15.05.2026 – 23:02 UhrLesedauer: 17 Min.

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US-Präsident Donald Trump bei einer Ansprache vor US-Militärs. (Archivbild) (Quelle: Kevin Lamarque/reuters)

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Die US-Regierung bläst eine Truppenverlegung nach Polen ab. Merz telefoniert mit Trump. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Trump hat wenig Hoffnung für Freilassung von Hongkonger Verleger Lai

US-Präsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben vergeblich um eine Freilassung des seit Jahren inhaftierten Hongkonger Verlegers Jimmy Lai eingesetzt. „Ich muss sagen, dass ich Jimmy Lai angesprochen habe, und ich würde sagen, die Reaktion darauf war nicht positiv“, sagte Trump in einem vorab veröffentlichten Clip eines Interviews mit Fox News. Er sei mit Blick auf den Fall nicht sonderlich optimistisch, so Trump.

Der 78-jährige Medienmogul und Demokratieaktivist Lai gilt als Symbolfigur der Demokratiebewegung in Hongkong. Er sitzt seit 2021 im Gefängnis und wurde unter anderem wegen Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldig gesprochen. Erst im Februar war er zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Merz telefoniert mit Trump: Kanzler sieht sich mit US-Präsident einig bei Iran

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht sich mit US-Präsident Donald Trump einig mit Blick auf das weitere Vorgehen im Iran-Krieg. Beide hätten während Trumps Rückreise aus China ein „gutes Telefonat“ geführt, schrieb Merz am Freitag im Onlinedienst X. „Wir sind uns einig: Iran muss jetzt an den Verhandlungstisch. Die Straße von Hormus muss geöffnet werden. Teheran darf keine Nuklearwaffen haben.“

Zuletzt hatten Äußerungen von Merz zum Iran-Krieg für Verstimmung in Washington gesorgt. Der Kanzler hatte den USA Ende April vorgeworfen, „offensichtlich keine Strategie“ im Irak-Krieg zu haben und mit Blick auf die US-Verhandlungen mit Teheran gesagt, da werde „eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung“.

Die Bundesregierung bewerte das Telefonat von Merz mit Trump positiv. Es wurde als Zeichen gesehen, dass die US-Seite aus den jüngsten Vorgängen kein Zerwürfnis macht und weiter ein Interesse an einer konstruktiven Zusammenarbeit besteht.

Trump plant Skulpturengarten für US-Helden in Washington

Nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump soll in der US-Hauptstadt ein neuer Park mit Skulpturen amerikanischer Helden entstehen. Dafür solle ein Grundstück entlang des Flusses Potomac in Washington erschlossen werden, schrieb Trump auf Truth Social. In dem neuen Park, der „Nationaler Garten der amerikanischen Helden“ heißen soll, sollen in Zukunft unter anderem Skulpturen amerikanischer Gründerväter, Kriegshelden, Athleten und Künstler zu sehen sein.

Das National Endowment for Humanities, eine Einrichtung der US-Regierung, stellte Fördergelder in Höhe von bis zu 200.000 Dollar (rund 172.000 Euro) pro Statue bereit. Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit per Dekret die Planung eines öffentlichen Skulpturengartens angeordnet und das Vorhaben kurz nach Beginn seiner zweiten Amtszeit wieder aufgegriffen.